SV Waldhof gewinnt E-Junioren-Turnier

U10 des Mannheimer Drittligisten das Maß aller Dinge

Das E-Junioren-Turnier auf dem Galgen startete direkt mit einem Mannheimer Stadtduell und einer ersten faustdicken Überraschung, denn der VfB Gartenstadt konnte sich gegen die Waldhof-Buben durchsetzen. Aber anscheinend hatte diese Derbyniederlage einen positiven Hallo-Wach-Effekt auf die jungen Waldhöfer, die sich fortan bis zum Finale keine Blöße mehr gaben und somit verdienter Turniersieger wurden. Platz zwei sicherte sich nach großem Kampf im Finale die Spvgg Neu-Isenburg. Im kleinen Finale setzte sich Erfelden gegen die TSG Weinheim durch. Für die beiden Gastgeber- Mannschaften der Starkenburgia war leider bereits im Achtelfinale Endstation. Der junge Jahrgang schied dabei mehr als unglücklich im Acht-Meterschießen aus, nachdem es nach der regulären Spielzeit gegen den RSV Würges 1:1 gestanden hatte. In den Gruppenspielen setzten sich die durchweg aus dem jüngeren Jahrgang bestehende Mannschaft gegen Pfungstadt und Wallstadt durch, bezog eine Niederlage gegen Erfelden. Für die E1 war im Achtelfinale gegen den JFV Bürstadt Endstation, in der starken Vorrundengruppe mit dem SV Waldhof, dem VfB Gartenstadt und dem SV Kirschhausen tat sich das Team bereits etwas schwerer, zog sich jedoch achtbar aus der Affäre.

Schwerstarbeit war indes für die Turnierleitung um Stefan Schipper und Werner Schmitt zu leisten, da nach den zwei kurzfristigen Absagen einen Tag zuvor auch zwei Vereine am Turniertag selbst einfach nicht antraten, so dass der gesamte Turnierplan ad hoc über den Haufen geworfen werden musste und ein neuer Plan hervorgezaubert wurde. Doch auch dies meisterten die beiden erfahrenen Haudegen hinter dem Turnierleitungstisch. Hinter den Kulissen indes leisteten die Eltern der E-Jugend tolle Arbeit und bewirteten die zahlreichen Gäste zur vollsten Zufriedenheit.

Erste Mannschaft gewinnt 2:0

Erfolgreicher erster Test gegen FSV Spachbrücken

Gegen den Dieburger A-Ligisten konnte die erste Mannschaft der Starkenburgia mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg in die Vorbereitungsphase starten. Nach nur einer gemeinsamen Trainingseinheit konnte die Mannschaft dabei eine überraschend gute Anfangsphase bieten, die ersten 30 Minuten gingen ganz klar an die Starkenburgianer, die den Gegner kaum zur Entfaltung kommen ließen und eigentlich mehr Kapital hätten ziehen müssen als das 1:0 von Jonathan Höger, der von einem sehr guten Pass von Pascal Guthier profitierte. Spachbrücken kam dann in den letzten 10 Minuten vor der Pause etwas besser in die Partie, es blieb aber bei der verdienten Führung der Starkenburgia. Nach dem Wechsel wurde die Partie zunehmend zerfahrener, beiden Mannschaften merkte man den sehr frühen Zeitpunkt der Vorbereitung an. Klar herausgespielte Chancen kamen auf beiden Seiten kaum zustande, letztlich gelang Max Maier nach guter Vorarbeit von Junior Delgado in der Nachspielzeit die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

E-2 feiert Abschluss auf dem Galgen

Sehr harmonischer Abschluss einer tollen Saison

Die E-2 Junioren (Jahrgang 2013) feierten gemeinsam mit ihren Eltern auf dem Galgen ihren Saisonabschluss, wobei alle noch einmal zeigten, was eine tolle Gemeinschaft und damit Vereinsleben ausmacht: alle hatten sich im Vorfeld eingebracht und konnten nun ein reichhaltiges Salatbüffet sowie lecker Gegrilltes genießen. Und aus der Mannschaftskasse konnten die Teammanagerinnen den Jungs sogar nochmals eine Überraschung sponsern: die neuen schwarzen Shirts trafen auf allseitige Begeisterung und kleiden die Jungs dann in der nächsten Saison als E1. Die Truppe kann derweil auf eine sehr erfolg- und lehrreiche Saison zurückblicken: In der Vorrunde konnte man bei den Spielfesten mit Mannschaften wie VFB und TV Lampertheim, SV Kirschhausen, Tvgg und Olympia Lorsch viele Erfahrungen sammeln und lieferte sich einige engumkämpfte und spannende Partien, die meist siegreich endeten. In der Rückrunde wechselte das Team mit seinen Trainern Oliver Baumgarten, Jürgen May, Christian Schmitt und Kai Rohmann dann in eine Odenwald-Gruppe, um sich hier mit dem JFV Ulfenbachtal, der JSG Lörzenbach, der JSG Rimbach, dem SV/BSC Mörlenbach und der JSG Kaiserturm zu messen. Hier gab es letztlich über alle Spielfeste hinweg nur eine einzige Niederlage zu verbuchen, nahezu alle Partien konnten gewonnen werden. Ein Highlight hierbei sicherlich das letzte Spielfest, als man mit zwei Mannschaften antrat und am Ende mit beiden Teams vorne landete. Hier zeigte sich, wie gut sich alle Spieler dieser Mannschaft im Laufe der Saison entwickelt haben. Auch bei verschiedenen Turnierteilnahmen zeigte das Team immer wieder, welche Fortschritte es Woche für Woche gemacht hat und konnte dabei einige tolle Erfolge, u.a. einen Turniersieg beim Hallenturnier des VfL Birkenau oder natürlich ganz besonders der Sieg beim eigenen Turnier, verbuchen. Zwei besondere Höhepunkte stellten sicherlich die beiden Freundschaftsspiele gegen den SV Waldhof Mannheim dar, bei denen die Jungs einerseits gezeigt bekamen, was so alles möglich ist im Jugendfußball, andererseits aber auch phasenweise durchaus gut dagegenhalten konnten. Im Vordergrund von allem steht aber natürlich der Spaß und die Freude am Mannschaftssport, der enorm wichtige Erfahrungen für die jungen Kicker mit sich bringt. Bei der E2 der Starkenburgia ist auf jeden Fall eine tolle Gemeinschaft entstanden!

Abkühlung tat dann allerseits gut…

E-Junioren mit zwei Teams erfolgreich

Starkenburgianer treten beim Spielfest in Gadernheim mit zwei Teams an

Da ein Team das Spielfest wegen eines Freundschaftsspiels absagte, sprangen die Heppenheimer kurzfristig mit einer zweiten Mannschaft ein. Dabei zeigte sich gleich im direkten Aufeinandertreffen, dass es dem Trainerteam gelungen war, zwei weitgehend gleichstarke Teams aufzubieten: 1:1 hieß es nach Toren von Elias Schipper und Moritz Lienert, der an diesem Tag aushalf, und einem spannenden und sehr guten Spiel. Danach gewann Team Weiß durch drei Tore von Moritz Lienert und einem von Toni Suhai erzwungenen Eigentor mit 4:0 gegen die JSG Kaiserturm. Team Grün setzte sich mit 4:2 gegen die JSG Lörzenbach/Fürth durch, die Tore erzielten Alperen Kacar (2), Joshua und Elija Schmitt. Auch Team Weiß ließ gegen die JSG nichts anbrennen: 4:0 (Moritz Lienert (2), Marko Dukic, Max May). Schwer tat sich dann Team Grün gegen das Defensivbollwerk des BSC/SV Mörlenbach und spielte am Ende trotz der zweimaligen Führung durch Joshua Schmitt und Erion Korbi 2:2. Team Weiß dagegen setzte sich mit 3:1 gegen Mörlenbach durch, die Tore markierten abermals Moritz Lienert (2) und Nati Assefa. Dies bedeutete auch den ersten Platz mit 3 Siegen bei einem Unentschieden gegen das eigene Team Grün, das sich durch einen souveränen 4:0-Sieg nach Toren von Elija Schmitt, Arman Khawaja (2) und Joshua Schmitt gegen JSG Kaiserturm Platz 2 sicherte. Insgesamt wieder eine tolle Mannschaftsleistung, zu der neben den bereits genannten Spielern der ebenfalls aus der E1 aushelfende Paul Bonderenko, Vincent Vormehr, Mads Jansen, Pepe Baumgarten und Jonathan Rohmann einen wichtigen Beitrag lieferten.

In den Farben an diesem Tag getrennt, nach erfolgreichem Turnier vereint: Die Starkenburgia E-Junioren!

E2 beim Turnier in Bischofsheim

Nach sieben interessanten Spielen steht Platz sechs unter den 16 Teams zu Buche

Ein interessantes Turnier, da durchweg gegen bisher unbekannte Gegner, spielte die E-2 der Starkenburgia beim SV 07 Bischofsheim. Bei hochsommerlichen Temperaturen schlugen sich die jungen Heppenheimer sehr wacker und konnten nach den gut 80 Minuten Spielzeit sehr zufrieden sein mit ihrem erreichten 6. Platz in dem mit 16 Mannschaften besetzten Turnier.

Im ersten Gruppenspiel konnte sich das Team der beiden Trainer Oliver Baumgarten und Christian Schmitt nach Toren von Lertrinho Kubanza, der aus der F-Jugend aushalf und seine Sache sehr gut machte, und Elija Schmitt mit 2:0 gegen Alemannia Laubenheim durchsetzen. Das folgende 1:0 durch den Treffer von Joshua Schmitt gegen die Gastgeber vom SV Bischofsheim war bereits gleichbedeutend mit dem Einzug in die Endrunde, so dass das 1:4 gegen den späteren Turnierdritten und spielstarken Trebur nichts in Gewicht fiel. Den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3 hatte Elija Schmitt erzielt.

In der Endrunde wurde zunächst wieder eine Vierergruppe gebildet, so dass wiederum drei Partien auf dem Programm standen. Dabei ging es gleich gegen den Turnierfavoriten Viktoria Griesheim, gegen den trotz einer engagierten Abwehrarbeit beim 0:3 nichts drin war. Nicht von ihrer besten Seite zeigten sich die Heppenheimer dann gegen Ingelheim und verloren trotz des von Toni Suhai sehr gut vorbereiteten Treffers von Lertrinho Kubanza zum zwischenzeitlichen 1:2 am Ende verdient mit 1:3. Für eine Überraschung sorgte das Team dann aber im letzten Gruppenspiel, als der bis dahin zweimal siegreiche VFB Bodenheim glatt mit 3:0 besiegt werden konnte. Hier agierte das Team sehr diszipliniert, die Abwehrspieler um die ebenfalls aus der F-Jugend aushelfende Almira Acik und den sehr starken Vincent Vormehr ließen kaum etwas zu und Joshua (2) und Elija Schmitt nutzten ihre Freiräume im Konterspiel sehr effektiv. Dieser Überraschungssieg gegen den späteren Turnierzweiten reichte für das Platzierungsspiel um Platz 5, in dem es gegen die TSG Bretzenheim dann allerdings eine verdiente 0:2-Niederlage gab. Dennoch kann sich der sechste Platz in diesem guten Teilnehmerfeld sehen lassen. Turniersieger wurde am Ende der Favorit Viktoria Griesheim, vor dem VfB Bodenheim und dem TSV Trebur.

Das etwas erschöpfte Team nach dem Platzierungsspiel…

Erste Mannschaft mit Niederlage im letzten Saisonspiel

1:4-Niederlage in Lindenfels offenbart die bekannten Schwächen

Nach dem Heimsieg gegen den VfR Bürstadt wollten die Starkenburgianer um ihre Trainer Marco Becker und Markus Röcker im letzten Saisonspiel beim Tabellensechsten SV Lindenfels nochmals nachlegen um mit einem positiven Schlussakkord in die Sommerpause gehen zu können. Doch los ging die Partie mit einem Paukenschlag der Gastgeber: 1:0 bereits nach zwei Minuten durch Julian Prikel. Die Starkenburgianer mussten sich kurz schütteln, doch nachdem sie sich sortiert hatten, boten sie dem Favoriten eine Partie mindestens auf Augenhöhe, wobei jedoch der SVL gerade im Offensivbereich seine hohe Qualität immer wieder andeutete: „Hier waren die Gastgeber schon sehr passsicher und strahlten immer wieder Gefahr aus“, beobachtete Starkenburgia-Coach Marco Becker. Doch Heppenheim hielt dagegen und belohnte sich kurz nach der Pause mit dem bis dahin mehr als verdienten Ausgleich: Der in der Halbzeit eingewechselte Lars Tremper vollendete einen guten Spielzug der Starkenburgianer mit einem genauso sehenswerten Treffer (52.). Danach aber offenbarte sich eine vom Trainerteam bereits in den bisherigen Partien festgestellte Schwäche des Teams: ab der 60. Minute gehen die Kraftreserven so langsam aber sicher zur Neige und da der SV Lindenfels nun in der Lage war, nochmals eine Schippe draufzulegen, gestaltete sich die Endphase der Partie einseitig und endete mit einem 4:1-Sieg der Gastgeber. „Sicherlich ein alles in allem verdienter Sieg, der aber um das eine oder andere Tor zu hoch ausfiel“, bilanzierte Starkenburgia-Trainer Markus Röcker. Die drei mit dem Team absolvierten Partien zeigten dem neuen Trainerteam allerdings deutlich, wo es mit Beginn der Sommervorbereitung anzusetzen gilt: „Wir müssen an der körperlichen Verfassung arbeiten und mehr Zielstrebigkeit an den Tag legen“, sahen die Trainer immer wieder gute spielerische Ansätze, die aber zumeist trotz großen Aufwands versandeten, Kraft kosteten, die gegen Ende der Partien dann fehlte.

Pannen ohne Pech und Pleiten

Starkenburgias E-2 Junioren trotzen diversen Hürden mit toller Mannschaftsleistung

Es lief organisatorisch das eine oder andere schief im Umfeld des E-Junioren-Spielfestes in Mörlenbach, was aber die Jungs um die Trainer Jürgen May und Oliver Baumgarten in keiner Weise beeinträchtigte, im Gegenteil: Scheinbar beflügelt vom „Freestyle“ lieferten die jungen Heppenheimer eine tolle Leistung im Weschnitztal und konnten alle ihre fünf Partien gewinnen. Dabei spielten die Starkenburgianer defensiv mannschaftlich geschlossen und boten nach vorne immer wieder schöne Kombinationen und spielten so ihre Tore heraus. Das erste Spiel konnte mit 2:1 gegen die JSG Rimbach gewonnen werden, darauf folgte ein 1:0-Sieg gegen den JFV Ulfenbachtal. Im dritten Spiel ging man schnell mit 2:0 gegen die JSG Mörlenbach in Führung, die sich aber zurück kämpften zum zwischenzeitlichen 2:2 – aber auch diese vermeintlichen Rückschläge brachten die Heppenheimer nicht aus dem Konzept, Endstand 4:2. Die JSG Lörzenbach wurde deutlich mit 4:1 geschlagen und im abschließenden Spiel gab es einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen die JSG Kaiserturm. Eine super Mannschaftsleistung wurde mit 5 Siegen belohnt, die beiden Trainer waren zurecht stolz auf ihr Team, das aufgrund einiger personeller Engpässe durch Maxim Bondarenko von der F1 verstärkt wurde. Vielen Dank hierfür!

Eine bunt zusammen gewürfelte, aber tolle Truppe!

Starkenburgianer beim Bundesliga-Schlussakt

Heppenheimer erleben ein unvergessliches, dramatisches Finale in der Fußball-Bundesliga live

Leicht 300.000 Karten hätte Borussia Dortmund verkaufen können für dieses Finale im eigenen Wohnzimmer, dem Signal-Iduna-Park, Westfalenstadion. Immense Summen – man munkelte von bis zu 1000 Euro für eine Karte – standen im Raum für die begehrten Tickets, 12 davon befanden sich in den zittrigen Händen der voller Vorfreude auf diesen Tag bereits um 8 Uhr in der Kreisstadt in das Abenteuer „Bundesliga-Meister 2023 – nicht der FCB“ startenden Starkenburgianern. Wobei natürlich auch einige Anhänger des Serienmeisters aus der bayerischen Hauptstadt unter den Mitreisenden waren. Aber auch diesen wurde direkt bei der Ankunft am Stadion des BVB bewusst, dass sie an diesem Tag sich zurückhalten mussten, denn bestimmt wurde die Szenerie von Gelb-Schwarz, wobei sich auch die Anhänger des FSV Mainz 05, einem Team, das eine ordentliche Saison gespielt hat, aber ohne jegliche eigene tabellarischen Ambitionen nach Dortmund kam, von Beginn an als hochmotiviert und stimmgewaltig erwiesen. Und so entstand eine beeindruckende Atmosphäre bereits mehr als zwei Stunden vor Beginn des Spiels. Hinsichtlich der sportlichen Prognose hörte man überall eigentlich die gleiche Einschätzung: „Das kann sich Dortmund heute nicht nehmen lassen. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen und alles für Mainz – respektive Bayern – laufen.“ Doch so ist es eben mit den Rechnungen, die man mit dem Fußballgott meint machen zu können, sie gehen nicht selten nicht ganz so einfach auf, was ja auch letztlich den Reiz dieses Spiels ausmacht. Und so kam es, wie es eigentlich jeder irgendwie mal angesprochen, aber kaum glauben wollte: Mainz schoss zweimal aufs Tor, der BVB vergab gar einen Elfmeter und musste mit Karim Adeyemi seinen bis dahin vielleicht agilsten Offensivspieler auswechseln. Die nackten Fakten zur Halbzeit: 2:0 für Mainz, 1:0 für Bayern, Meister wie immer: Bayern. Die Mainzer Fans auf der Nordtribüne merklich im Zwiespalt: Natürlich unterstützten sie ihr Team bedingungslos und wollten mit einem Sieg in die Sommerpause, aber überall spürte man die gleichzeitige Hoffnung auf Köln. Die phänomenalen Dortmunder Fans hatten alles gegeben, die Mannschaft alles probiert, aber es lief ebenso gänzlich alles gegen Dortmund. Unverändertes Bild auch nach der Pause: Der BVB natürlich feldüberlegen, Mainz machte es sich um den eigenen 16er gemütlich und setzte über den überragenden Karim Onisiwo Nadelstiche, welche die Probleme in der Defensive der Dortmunder immer wieder offenlegten. Stimmungsmäßig kein Abbruch, unermüdlich stand die Wand hinter dem Team und spätestens nach dem Ausgleich in Köln wuchs auch die Unterstützung für den FC merklich an, als wolle man nicht nur das eigene Team, sondern auch die befreundeten Kölner zum Erfolg schreien. Allerdings schien auch die Mannschaft nun, trotz des zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffers, mehr an Kölner Schützenhilfe denn den eigenen Kraftakt zu glauben, denn zunehmend wirkten die Bemühungen, das Mainzer Defensivbollwerk zu überwinden, uninspiriert und ohne den nötigen letzten Glauben daran, es selbst bewerkstelligen zu können. Man hatte es aus der Hand gegeben, das in dieser Saison so häufig angesprochene „Momentum“. Und als in Köln das ebenso legendäre „Bayern-Gen“ zurückkehrte und die Münchner in der 89. Minute das 2:1 erzielt hatten, half nur noch ein letzter verzweifeltes Stoßgebet an den Fußballgott. Doch dieser hatte eben schon seine eigene Rechnung aufgemacht und diese sah auch diesmal unterm Strich den FC Bayern München als deutschen Meister vor. Schade, danke an Dortmund für das dramatischste Bundesligafinale seit 2001. Danke für dieses phänomenale Erlebnis in diesem stimmungsvollsten Stadion der Fußballbundesliga. Aber was letztlich dann doch stehen bleibt: Wie viel muss eigentlich beim FC Bayern schief laufen, damit es einmal wieder einen anderen deutschen Meister gibt?

Ein Teil der Heppenheimer Reisegruppe
Die Chance auf eine andere Geschichte…

Erste Mannschaft gewinnt letztes Heimspiel

Team um Trainer Markus Röcker beweist Moral und dreht die Partie gegen den VFR Bürstadt

Gemeinhin nennt man Spiele am Ende der Saison gerne einen „Sommerkick“, in welchen man den Akteuren ansieht, dass sie ihre Zeit eventuell aktuell lieber im Freibad als auf dem Fußballplatz verbringen würden. Und im Normalfall ergibt sich ein Team, für das es tabellarisch um nichts mehr geht, dann auch seinem durch einen Rückstand drohenden Schicksal. Nicht so aber die Starkenburgianer an diesem Samstag: Bei sommerlichen Temperaturen lag die Mannschaft um Kapitän Pascal Guthier trotz der frühen Führung durch Astrit Kryeziu und einer von Beginn an guten und weitgehend überlegen geführten Partie nach knapp 30 Minuten mit 1:2 im Rückstand. Mit diesem Ergebnis und mit viel Hoffnung ging es in die Kabinen. Aus selbiger kam die Mannschaft mit viel Elan zurück und Julian Meister sorgte mit seinem Abstauber für den mehr als verdienten Ausgleich (53.). Doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten, Celikhan nahm Maß und brachte sein Team mit seinem zweiten Treffer wieder in Front (59.). Doch die Starkenburgia spielte weiter unbeirrt nach vorne und dem zur Halbzeit eingewechselten Luca Schemel war es vorbehalten, die Partie mit seinen beiden Treffern endgültig zum verdienten Heimsieg zu drehen (66., 87.). „Nach sieben sieglosen Spielen hat sich das Team diesen Sieg heute mit seiner guten Leistung redlich verdient“, zeigte sich Trainer Markus Röcker nach dem letzten Heimspiel dieser Saison zufrieden. Nun gilt es noch einmal sich gut vorzubereiten auf das Auswärtsspiel in Lindenfels, um dann in der kurzen Sommerpause Kräfte zu sammeln für eine hoffentlich insgesamt erfolgreichere Saison 2023/24.

Erste Mannschaft verliert beim Tabellendritten

Bis zur 65. Minute bieten die Starkenburgianer dem Aufstiegsaspiranten aber Paroli

Nach der ernüchternden 1:5-Niederlage im letzten Spiel beim SC Rodau und der damit verbundenen Entlassung des bisherigen Trainers Marius Döll stand das Spiel beim Tabellendritten SV/BSC Mörlenbach auf dem Programm. Eine natürlich alles andere als leichte Aufgabe für das neue Trainerteam, zumal das Selbstvertrauen der Spieler nach lediglich zwei Siegen in der bisherigen Rückrunde nicht gerade ausufernd ist. Dementsprechend wollte man das Spiel auch etwas defensiver angehen und zunächst einmal versuchen, die starke Offensivabteilung der Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Und das gelang sehr gut: Die Mannschaft zeigte die volle Bereitschaft, die neuen taktischen Vorgaben umzusetzen, agierte kompakt gegen den Ball und setzte selbst immer wieder Nadelstiche. Und so war es der sehr agile Delgado Junior, der bereits in der siebten Minute einen Foulelfmeter für die Starkenburgia herausholte, den Dario Lucic sicher verwandelte. Mörlenbach in der Folge bemüht und mit mehr Ballbesitz, doch aus dieser vermeintlichen Überlegenheit konnten die Gastgeber kaum Kapital schlagen, da die Starkenburgianer geschickt verteidigten und spätestens bei den sehr umsichtig agierenden Maximilian Samstag und Dario Lucic oder in letzter Konsequenz bei Keeper Yannick Abancourt Endstation für die Angriffsbemühungen war. So ging es mit der sicherlich etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 1:0-Führung der Gäste in die Kabine. Leider auch bereits mit den ersten verletzungsbedingten Auswechslungen, Tim Prosser hatte Delgado Junior (40.) ersetzt und in der Pause musste das Trainerteam dann ein zweites Mal wechseln, Markus Wohlfeil kam für den ebenfalls angeschlagenen Dominik Decker. „Diese frühen verletzungsbedingten Wechsel trugen ihren Teil zum weiteren Verlauf bei, denn leider fehlten uns am Ende die Möglichkeiten, nochmals zu reagieren“, sah Coach Christian Schmitt zwar, dass auch die eingewechselten Spieler- in der 55. Minute musste auch Lukas Luber durch Jonathan Höger ersetzt werden – ihre Sache sehr gut machten, als dann aber zunehmend die Kräfte schwanden, konnten Schmitt und Markus Röcker nicht mehr reagieren. „Hier fragen wir uns schon, warum höherklassig fünf Wechsel zugelassen sind, in den unteren Ligen aber nur drei?“ Der Druck Mörlenbachs nahm indes beständig zu und nach einer Stunde war es geschehen: Etwas ungeschickt fabrizierte die Starkenburgia-Defensive einen Elfmeter, Yannick Abancourt parierte den ersten Versuch zwar, den Nachschuss konnte SV/BSC-Torjäger David Knapp aber zum Ausgleich verwerten. Der eingewechselte und sehr gefährliche Ervin Beka war es dann, der nach einer sehr guten Flanke von der rechten Seite per Kopf seine Mannschaft in Führung brachte (72.). Wer weiß, wie es gelaufen wäre, hätte Marc Bezouska seine sehr gute Konterchance zum Ausgleich nutzen können, aber insgesamt kam die Starkenburgia nun kaum mehr zu entlastenden Angriffen, so dass das Spiel nach zwei weiteren Treffern am Ende sicherlich etwas zu hoch, insgesamt aber verdient an Mörlenbach ging. „Die Mannschaft hat die Vorgaben gut umgesetzt, aber man hat natürlich schon die Unterschiede zwischen einem Team, das voller Selbstvertrauen und Elan steckt und uns gesehen. Aber wir haben viele Dinge gesehen, die wir mit der Mannschaft gemeinsam aufgreifen werden und Stück für Stück verbessern wollen“, geht es dem Trainerteam bei den beiden verbleibenden Spielen dieser Saison gegen den VfR Bürstadt und den SV Lindenfels darum, sich weiter besser kennenzulernen um damit schon die ersten Weichen für eine erfolgreichere Saison zu legen.