Starke erste Hälfte reicht nicht

1:0-Halbzeitführung war zu wenig um in Trösel etwas Zählbares mitzunehmen

Mannschaft und Trainer wussten, was beim Auswärtsspiel bei der TG Jahn Trösel auf sie zukommen würde und in den ersten 45 Minuten sah es danach aus, dass das Team bereit war, die Tugenden und Qualitäten, die in Trösel gefragt sind, an den Tag zu legen. Defensiv agierte man konzentriert und kompromisslos, nach vorne geradlinig und flexibel, einzig was nicht zum Aufwand passte, war der Ertrag. Jeder, der mit einigermaßen objektivem Blick das Spiel in der ersten Halbzeit gesehen hatte, kam zum gleichen Fazit: Heppenheim dominierte, ließ Trösel nicht zur Entfaltung kommen und die Gastgeber wiederum bekamen kaum Zugriff auf das Starkenburgia-Offensivspiel, es hätte gut und gerne 3:0 stehen können. Aber Fakt war, dass es bei dem einen Treffer durch Lars Tremper blieb und somit die Partie zur Halbzeit noch offen war. Und wie nicht anders zu erwarten, hatten sich die Talemer natürlich noch lange nicht aufgegeben, sondern kämpften sich mit dem Wiederanpfiff des guten Schiedsrichter zunehmend in die Partie und verschafften sich damit nun ein klares Übergewicht. Und eine Sache hatten sie den Starkenburgianern definitiv voraus: Sie machten aus dieser Überlegenheit auch die nötigen Tore und drehten somit die Partie nicht unverdient auf 3:1. Luca Schemels Anschlusstreffer in der Nachspielzeit war dann nur noch Ergebniskosmetik. „Wir haben eine wirklich sehr gute erste Halbzeit geboten, aber das reicht dann natürlich nicht, gegen einen Gegner in diesem Format“, wissen die Starkenburgia-Trainer, dass weiterhin viel Arbeit auf sie und das Team wartet, um irgendwann in der Lage zu sein, auch diese knappen Partien für sich zu entscheiden. Trösel hat sich den Sieg mit einer starken kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit verdient, ob aber solche Unsportlichkeiten wie kurz nach der Halbzeit geschehen, etwas mit Sport zu tun haben, werden die Verantwortlichen für sich zu klären haben. Die Starkenburgianer sind einfach nur froh, dass sich bei der Aktion Luca Schemel, der Gegenspieler trat dem am Boden liegenden fernab des Spielgeschehens mit voller Absicht und Wucht auf den Oberarm, nicht schwerer verletzt hat. Krönung der Aktion war dann noch die lauthals verkündete Ankündigung des TG-Sportmannes, den nächsten Starkenburgia-Akteur auch „platt zu machen“. „Dafür fehlt uns jegliches Verständnis, hier sollte man sich wirklich ernsthaft überlegen, um was es Woche für Woche geht und den reinen sportlichen Wettkampf in den Vordergrund stellen. Wir wollen auch gewinnen und natürlich ist Fußball ein Kampfspiel, aber es sollte in einem fairen Rahmen bleiben, so dass man sich, wie es sich für den Amateursport gehört, auch nach dem Spiel noch zu einem Getränk zusammenstellen und sich in die Augen sehen kann“, zeigte sich das Trainerteam auch lange nach der Partie noch wenig einverstanden mit dieser Aktion.

Die dritte Halbzeit in der „Suppenschüssel“ in Steinklingen war ähnlich gut wie die erste auf dem Platz in Trösel, leider lag dazwischen die zweite, die zur Niederlage führte…

Erste Mannschaft holt Punkt in Fehlheim

Starkenburgianer bringen Fehlheim erste Punktverluste zu Hause bei

Fünf Heimspiele hatte die Verbandsliga-Reserve des VfR Fehlheim in dieser A-Klassen-Saison bisher absolviert, alle fünf gewonnen und dabei 21 Tore erzielt. Entsprechend gewarnt fuhren die Heppenheimer zum Tabellenzweiten, zeigten jedoch von Beginn an, dass sie nicht als weiterer Punktelieferant auf dem für Ende Oktober toll bespielbaren Fehlheimer Hauptrasen angetreten waren. Und so entwickelte sich von Anfang an eine intensive Partie auf Augenhöhe, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten und sich weitgehend neutralisierten, so dass es letztlich nur wenige klare Möglichkeiten in den 90 Minuten zu verzeichnen gab, wofür vor allem auch der diesmal starken Starkenburgia-Defensive ein Sonderlob gebührte. Die erste halbe Stunde konnte man durchaus von Vorteilen für die Starkenburgianer sprechen, erst danach fanden die Fehlheimer zunehmend besser in die Partie. Umso wertvoller dann die Gäste-Führung zum so genannten „psychologisch“ guten Zeitpunkt: Mit dem Halbzeitpfiff konnte Lars Tremper eine Ecke von Nils Wadowski im Nachschuss zur Pausenführung verwerten. „Für mich gibt es für ein 1:0 allerdings nur einen „psychologisch“ guten Zeitpunkt und das ist in der allerletzten Spielsekunde“, frotzelte Starkenburgia-Trainer Christian Schmitt noch auf dem Gang in die Kabine, denn es war klar, dass Fehlheim alles daran setzen würde, die zweiten 45 Minuten zu nutzen, um die Partie noch zu drehen. Und wenn man dann noch die Möglichkeit hat, den Toptorschützen der Liga, der unter der Woche noch für das Verbandsliga-Team getroffen hat, einzuwechseln, dann weiß man, welche Möglichkeiten da aktuell in Fehlheim gegeben sind. Und tatsächlich nahm auch mit dem eingewechselten Sinan Schuchmann der Druck noch etwas zu, doch die Heppenheimer hielten weiterhin im Kollektiv sehr gut dagegen, so dass es weiterhin nicht zu wirklich vielen brenzligen Situationen kam. Einmal jedoch gab es nicht genügend Druck auf den jungen Fin Lüderwald, der mit einem sehr guten langen Ball auf Amer Kahrimanovic eine Lücke in der Starkenburgia-Defensive fand, die dann der Stürmer abgezockt zum 1:1 nutzen konnte (55.). Danach dann Fehlheim mit zunehmend mehr Ballbesitz, aber zwingend wurde es auch weiterhin nicht. Heppenheim konnte sich in der Schlussphase durch die Einwechslungen von Jonathan Höger, Junior Delgado und Bashar Aljarab auch wieder etwas mehr befreien und kam plötzlich bei einem Pressschlag zwischen Lars Tremper und VfR-Keeper Jonas Fickel beinahe noch zum Lucky-Punch. „Insgesamt aber sicherlich ein gerechtes Ergebnis, das wir uns heute durch eine geschlossene und taktisch disziplinierte Mannschaftsleistung absolut verdient haben“, war auch Starkenburgia-Trainer Marco Becker nach der Partie zufrieden. Nun steht am kommenden spielfreien Wochenende der Einstand der neuen Spieler an, bei dem der Einsatz sicherlich auch nicht zu kurz kommen wird.

8 verschiedene Torschützen sprechen für das Kollektiv

Beim 8:0-Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht ISC Fürth zeigen sich die Starkenburgianer konzentriert

Es sind die Spiele, bei denen im Vorfeld häufig gewarnt wird, man dürfe den Gegner bloß nicht unterschätzen, um dann nicht die erste Mannschaft zu sein, die sich blamiert und Punkte liegen lässt. Doch mögliche Zweifel daran, wer den Galgen als Sieger an diesem Tag verlassen würde, hatten die Gastgeber schon nach 10 Minuten zur Seite gewischt, denn Astrit Kryeziu mit seinem bereits fünften Saisontor und Junior Delgado mit seiner Torpremiere hatten da bereits ein 2:0 vorgelegt. Mit Lio Kubanza feierte kurz darauf ein weiterer Spieler sein erstes Saisontor, womit er sich auch für ein insgesamt sehr gutes Spiel belohnte. Bis zur Pause traf dann auch noch Dominik Decker – erstes Spiel von Beginn an, erstes Tor – nach sehr guter Vorarbeit von Luca Widera und die Fürther steuerten noch ein Eigentor bei, so dass die Partie zur Halbzeit schon entschieden war und es nur noch um die Höhe des Endergebnisses ging. Allerdings muss man den Gästen, die abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz der A-Liga stehen, zugestehen, dass sie sich niemals aufgaben und die Partie diszipliniert und sportlich fair gestalteten. Die Starkenburgianer indes spielten auch in den zweiten 45 Minuten weiter nach vorne, ließen jedoch die letzte Genauigkeit und Konsequenz in vielen Aktionen vermissen. Dennoch konnten sich noch drei weitere Akteure in die Torschützenliste eintragen: Maxi Samstag traf per Kopf nach einer Ecke von Pascal Guthier, Luca Widera verwandelte einen an ihn verschuldeten Foulelfmeter sicher und Bashar Aljarab sorgte für den 8:0-Endstand. „Hut ab jedoch auch vor den Fürther Spielern, die sich niemals aufgaben und im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles versuchten“, sahen die Starkenburgia-Trainer natürlich dennoch einen in dieser Zusammenstellung nicht konkurrenzfähigen Gegner, der dementsprechend kein Maßstab war. „Dennoch tut uns der Sieg nach zuletzt vier sieglosen Spielen gut und gibt uns hoffentlich etwas Selbstvertrauen, um nächste Woche beim Favoriten VfR Fehlheim 2 bestehen zu können.“

Zweite Niederlage in Folge

Erstmals diese Saison verliert die erste Mannschaft zwei Spiele in Folge

Während die Niederlage vergangene Woche gegen den FSV Rimbach (0:2) absolut in die Kategorie „unglücklich“ einzuordnen war, war das 3:4 bei der FSG Riedrode einfach nur unnötig und selbstverschuldet. Auf dem Waldsportplatz entwickelte sich von Beginn an ein Spiel mit offenem Visier, beide Mannschaften suchten den direkten Weg nach vorne und beide offenbarten im Gegenzug eklatante defensive Schwächen. Diese wussten die Gastgeber zuerst zu nutzen und gingen mit 1:0 in Führung, als die Starkenburgia-Defensive nur begleitete, statt konsequent zu stören (10.). Heppenheim antwortete jedoch schnell, ein Flankenversuch von Nils Wadowski wurde mit der Hand abgewehrt, Luca Widera verwandelte die fälligen Handelfmeter sicher (17.). Auf der Gegenseite dann allerdings abermals schwaches Abwehrverhalten, zwei Befreiungsversuche landeten immer wieder beim Gegner, der sich letztlich mit dem 2:1 bedankte (30.). Aber die Starkenburgianer konnten auch ihrerseits die schwache Defensive der Gastgeber immer wieder aushebeln, einen guten Angriff über Astrit Kryeziu und Lars Tremper bugsierte abermals Luca Widera über die Linie (37.). Mit einem sehenswerten, weil sehr überlegten Fernschuss brachte dann Lars Tremper die Starkenburgia kurz vor der Pause erstmals in Führung (43.). Die Mannschaft nahm sich dann für die zweite Hälfte vor, als Team besser zu verteidigen und die sich bietenden Chancen noch konsequenter zu nutzen um den an diesem Tag absolut möglichen Auswärtsdreier mitzunehmen. Einzig, es blieb bei der grauen Kabinentheorie, denn schon kurz nach dem Wiederanpfiff waren es die Gastgeber, die das muntere Toreschießen fortsetzten und zum Ausgleich kamen (50.). Und die Partie blieb weiterhin wild, Chancen gab es auf beiden Seiten, die besten Starkenburgia-Möglichkeiten vergaben aber Luca Widera, zweimal Tristan Röhrig und Lars Tremper, während die Gastgeber noch einmal alles richtig machten und zum 4:3 kamen (78.). In der Schlussphase warfen die Starkenburgianer alles nach vorne, es blieb nun aber Stückwerk und Riedrode konnte den glücklichen Sieg in diesem Spiel verbuchen. „Wir schießen auswärts drei Tore, lassen dabei noch eine ganze Reihe an Chancen liegen und verlieren dennoch, da wir einfach als gesamtes Team heute nicht gut verteidigt haben, dem Gegner immer wieder zu viel Raum und die nötige Konsequenz im Defensivverhalten vermissen ließen“, sprachen die Starkenburgia-Trainer die Gründe für diese unnötige Niederlage klar an. „Nun gilt es an diesen Defiziten zu arbeiten und es nächste Woche besser zu machen!“

Erste Mannschaft mit starker Leistung

Einzig und allein das Ergebnis stimmt nicht beim 0:2 gegen den FSV Rimbach

Nach so einem Spiel kommen alle möglichen Fußballerweisheiten zum Tragen: „Das ist die Cleverness“, „Wenn man oben steht, hat man halt das Glück“, „das Spielglück muss man sich erarbeiten“. Letztlich ist Fußball eben auch ein Spiel, das vom Glück tatsächlich abhängt, das macht ihn ja auch so interessant und ermöglicht manchmal undenkbare Ergebnisse. Und ein solches Ergebnis gab es auch Sonntag in der Partie zwischen dem Tabellendritten FSV Rimbach und der Starkenburgia. Gut zehn Minuten lang zeigten die Gäste, warum sie an der Tabellenspitze aktuell mitmischen, variabel im Spielaufbau stellten sie die Starkenburgianer zunächst vor das eine oder andere Rätsel, ohne jedoch gefährlich zu werden. Ab der 15. Minute jedoch hatte nur noch eine Mannschaft die Kontrolle über das Spiel und das waren die Gastgeber. Griffig in den Zweikämpfen, gut im Pressing, ließen sie Rimbach überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kommen, deren Toptorjäger Patrick Feller bekam überhaupt keine Bälle und wenn, dann war Gegenspieler Daniel Tschekalin, der diese Runde aus der A-Jugend kam und sein erstes Punktspiel von Beginn an machte, zur Stelle, immer wieder auch tatkräftig unterstützt von Maxi Samstag und Nils Wadowski. Und im Spiel nach vorne setzten die Heppenheimer auch immer mehr Akzente, eine Flanke von Lars Tremper ging an die Latte, ebenso ein Versuch von Luca Widera. Bei Marc Bezouskas Schuss aus 18 Metern fehlten nur Zentimeter, Nils Wadowskis Freistoßchance war vielversprechend. Einziges Manko: aus 30 Minuten Überlegenheit fiel kein Tor. Nach der Pause direkt das gleiche Bild, Heppenheim agierte, machte Druck, aber wie es eben dann so läuft, hat man kein Glück, kommt oftmals auch noch Pech dazu oder in diesem Fall auch eine mehr als unglückliche, weil schlichtweg falsche Entscheidung des jungen Schiedsrichters, denn dem 1:0 für Rimbach – der nun ersten und bis dahin einzigen gefährlichen Aktion – ging ein klar ersichtliches Handspiel voraus. „Auch hier gibt es natürlich jede Menge kluger Sätze, dass das eben passiert, wir müssen froh sein über jeden, der überhaupt noch ein Spiel pfeift, aber dennoch ist es natürlich ärgerlich, weil es eben so klar war und das Spiel damit völlig auf den Kopf stellte“, denn FSV-Torjäger Patrick Feller ließ sich hier dann nicht zweimal bitten und verwertete (54.). Die Starkenburgia aber weiter unermüdlich und von Rimbach kam nun überhaupt nichts Konstruktives mehr, es ging nur noch in eine Richtung und für den FSV lediglich darum, die Bälle aus der eigenen Gefahrenzone irgendwie herauszubugsieren. Aber das Schusspech klebte an den Starkenburgia-Stiefeln: Luca Wideras technisch perfekter Schuss klatschte an die Latte, eine ganze Reihe an Hereingaben von Markus Wohlfeil fanden nicht das Ziel, striffen an Freund und Feind und am Pfosten vorbei und Lio Kubanza wurde bei seinem Schussversuch im Strafraum mit mehr als fragwürdigen Mitteln gehindert. „Und spätestens hier kommt die letzte Weisheit: Am Schiri hat es nicht gelegen!“ Na ja, wenn auf der einen Seite beim Tor ein klarer Regelverstoß nicht wahrgenommen wird, auf der anderen dann aber immer wieder mindestens ein Auge zugedrückt wird, dann ist es schon eine klare Beeinflussung des Spielverlaufs, der mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit endgültig, wenn auch nicht mehr entscheidend ad absurdum geführt wurde, dies aber auch noch auf für dieses Spiel bezeichnende Art und Weise: Den Querpass vor das leere Tor traf der Rimbacher Spieler gar nicht sauber und beinahe hätte er das Kunststück vollbracht, das Spielgerät aus dieser Kurzdistanz freistehend über das Tor zu bugsieren. Aber eben nur beinahe, denn wenn man oben steht und das Spielglück auf seiner Seite hat, springt der Ball von der Unterkante der Latte eben ins Tor. Nun aber genug der Schlaumeiereien, Mund abputzen und weitermachen, an die Leistung anknüpfen, dann wird der Lohn auch kommen.

Erste Mannschaft mit enttäuschendem 1:1

Schwächste Saisonleistung ermöglicht SG Brandau einen Punkt vom Galgen zu entführen

Nach dem 2:2 am Samstag beim SV/BSC Mörlenbach hatte sich die erste Mannschaft der Starkenburgia einen Heimsieg gegen die SG Brandau fest vorgenommen und startete eigentlich auch ordentlich in die Partie. Die Heppenheimer übernahmen von Beginn an die Initiative, Brandau verlegte sich vor allem aufs Verteidigen, was die Starkenburgianer den Gästen allerdings mit zunehmender Spielzeit aufgrund vieler Unkonzentriertheiten immer einfacher machten. „Wir waren heute vom Kopf einfach nicht richtig da, dadurch gedanklich häufig einen Tick zu spät, so dass wir zu wenig Klarheit in unseren Offensivaktionen hatten und es dem Gegner damit zu leicht machten uns zu verteidigen“, sahen die Starkenburgia-Trainer zu allem Überfluss auch noch, wie die Gäste in Führung gingen, als die eigene Defensive einen Ball nicht geklärt bekam und der Abpraller schlussendlich glücklich dem völlig freistehenden Simon Ritzert vor die Füße fiel (21.). Auf der anderen Seite vergab unter anderem Markus Wohlfeil eine sogenannte 100-Prozentige. „Wir hatten dieses Spielglück dann letztlich auch nicht, aber das muss man sich eben auch erarbeiten und heute fehlte einfach der letzte Wille, der letzte Punch.“ Die Starkenburgia machte zwar weitgehend das Spiel, aber wirklich zwingend wurde es zu selten. Brandau verteidigte weiter leidenschaftlich, dennoch fanden die Gastgeber nach der Pause die Lücke, einen gut vorgetragenen Angriff bugsierte Lars Tremper per Kopf über die Linie (54.). Danach blieb eigentlich noch mehr als genug Zeit um den Sieg zu erzwingen, doch mit dem einsetzenden Wolkenbruch kam es auch zum endgültigen Bruch im Heppenheimer Spiel, das nun allzu fahrig und unkontrolliert war, um wirklich klare Aktionen herauszuspielen. Dennoch hätte es am Ende reichen können, als ein aus Heppenheimer Sicht klares Handspiel im Gästestrafraum nicht geahndet wurde. Der insgesamt gut leitende Schiedsrichter konnte es laut eigenen Worten aus seiner Perspektive nicht sehen, fragte daraufhin den Gästespieler, der fünf Minuten vor Schluss verneinte. „Hier hätte er sich den Fairness-Preis für die Saison verdienen können, worauf er aber durchaus nachvollziehbar verzichtete“, wusste das Trainerteam, dass die Punktverluste letztlich auch nicht an dieser Situation festzumachen waren. „Wir waren heute einfach nicht gut genug, um das Spiel zu gewinnen.“

Erste Mannschaft holt Punkt in Mörlenbach

Es war eines dieser Endergebnisse, bei denen man nicht so genau weiß, ob man sich freuen oder doch etwas ärgern muss: Beim punktgleichen SV/BSC Mörlenbach spielte die erste Mannschaft der Starkenburgia am Ende 2:2 und das nach einer eigenen 2:0-Führung. Vor allem mit der ersten Halbzeit konnten die Heppenheimer sehr zufrieden sein, die Anfangsphase gehörte klar ihnen, dabei spielte auch die frühe Führung durch Luca Schemel eine Rolle (6.), sie verlieh Sicherheit. Danach gab es noch einige kleinere Möglichkeiten zu erhöhen, die jedoch liegen gelassen wurden. Mörlenbach fand erst in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit besser ins Spiel, zeigte sich taktisch sehr variabel und war vor allem über den Spielertrainer Riza Aydogan immer wieder in der Lage Akzente zu setzen. Dennoch war die Halbzeitführung verdient. Und die Starkenburgianer legten wiederum durch Luca Schemel nach der Halbzeit nach, so dass das bis dahin gute Spiel auch mit der entsprechenden Führung unterlegt war. Mörlenbach wurde nun aber druckvoller, ging damit aber auch zunehmend ins Risiko und hier lag dann der eingangs erwähnte Grund für den Ärger auf Starkenburgia-Seite: „In dieser Phase müssen wir bei zwei, drei Kontergelegenheiten den Deckel mit dem 3:0 draufmachen, hier zeigt sich aber noch unsere Unerfahrenheit in Form fehlender Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit“, sahen die Starkenburgia-Trainer statt der möglichen Entscheidung, dass Mörlenbach spätestens mit dem 1:2-Anschlusstreffer wieder in der Partie war und diese dann auch kurz vor Schluss noch kippte mit dem 2:2-Ausgleich. In der sehr wilden Nachspielzeit hatten dann beide Mannschaften sogar noch die Möglichkeit für den Lucky Punch. „Am Ende der letzten Saison waren wir hier lediglich um Schadensbegrenzung bemüht, heute ärgern wir uns zurecht über die vergebenen zwei Punkte, das zeigt doch schon eine gewisse Entwicklung auf“, wollten sich die Starkenburgianer nicht allzu lang mit dem Hadern aufhalten, zumal am kommenden Dienstag, dem Tag der Deutschen Einheit um 15 Uhr gegen die SG Brandau schon das nächste Spiel auf dem Galgen ansteht.

Erste Mannschaft mit Arbeitssieg

Erster Heimsieg diese Saison wichtige Antwort auf die erste Niederlage vergangene Woche

Mit dem 3:0-Sieg gegen den SC Rodau feierte die erste Mannschaft der Starkenburgia nach den beiden bisherigen Heimremis den ersten Sieg auf dem Galgen in dieser Saison und konnte damit die richtige Antwort auf die erste Saisonniederlage vergangene Woche beim Tabellenführer SG Lindenfels geben.

Dabei taten sich die Heppenheimer gegen die Gäste, gegen die es in der letzten Runde noch zwei deutliche Niederlage setzte, zunächst schwer. Zu pomadig das eigene Aufbau- und Positionspiel, zudem verhinderten zu viele Konzentrationsschwächen ein sauberes Passspiel. Bezeichnend dann die dennoch frühe Führung: einen weiten Schlag von Jens Schuchmann erlief sich Mittelstürmer Luca Schemel, blieb im Zweikampf stabil und behielt dann vor dem Gäste-Keeper Harald Bauer die Nerven (9.). Doch diese Führung verlieh dem Starkenburgia-Spiel keine wirkliche Sicherheit, vieles blieb einfach Stückwerk, so dass Rodau von Minute zu Minute besser in die Partie fand, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Einzig bei einem guten Distanzschuss musste Starkenburgia-Keeper Yannick Abancourt ersthaft eingreifen. Zufrieden waren die Heppenheimer Trainer mit dem Auftritt ihrer Mannschaft im ersten Durchgang allerdings ganz und gar nicht und versuchten für die zweite Hälfte mit kleineren taktischen Umstellungen einen positiven Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Aber vor allem zeigten die Spieler eine gute Reaktion, arbeiteten sich über eine griffigere Zweikampfführung und mehr Laufbereitschaft Stück für Stück in die Partie und kontrollierten diese fortan. Folge war das 2:0 durch Jens Schuchmann, der eine gute Freistoßflanke von Nils Wadowski per Kopf verwertete (59.). Rodau kam in der zweiten Hälfte zu keinem wirklichen Torabschluss mehr, die Starkenburgia-Defensive stand nun sehr sicher und Luca Widera sorgte mit einem sehenswerten Treffer gegen seinen Ex-Klub für die endgültige Entscheidung (80.).

„Das war heute eine Kopfsache, wir kamen nicht gut in die Partie, ließen die nötige Spannung und Fokussierung vermissen, was sich in vielen leichten Fehlern niederschlug. Aber die Mannschaft hat die Kritik in der Halbzeit gut aufgenommen und sich klar gesteigert und somit einen letztlich ungefährdeten Heimsieg eingefahren“, hoffen die Starkenburgia-Trainer, dass ihr Team auch aus dieser ersten Halbzeit seine Lehren gezogen hat, denn bereits am kommenden Samstag steht das nächste schwere Spiel beim Spitzenteam SV/BSC Mörlenbach auf dem Programm.

Erste Mannschaft mit knapper Niederlage beim Topfavoriten

Dem weiterhin verlustpunktfreien Spitzenreiter bieten die Starkenburgianer großen Kampf auf Augenhöhe

Jedes ihrer 6 Spiele hatte die SG Lindenfels vor dem Gastspiel der Starkenburgia in Winterkasten gewonnen, so dass klar war, dass hier zwei Teams mit viel Selbstvertrauen aufeinandertreffen, da ja auch die Heppenheimer noch ungeschlagen waren und mit zuletzt drei Siegen in Folge sich bis auf Rang drei vorgearbeitet hatten. Leider wurde diese Serie mit der 1:2-Niederlage nun beendet. „Schade, natürlich wollten wir auch hier ungeschlagen bleiben und ein Punkt wäre nach dem Spielverlauf sicherlich auch nicht unverdient gewesen. Aber wenn man, wie die SG, in der Lage ist, seine Mittel so optimal einzusetzen und als Team agiert, dann gewinnt man eben auch solche Spiele und steht zurecht ganz vorne“, sahen die Starkenburgia-Trainer dennoch, dass ihre Mannschaft mittlerweile auch gegen einen solchen Gegner in der Lage ist, über die volle Distanz dagegenzuhalten. In der ersten Halbzeit waren die Starkenburgianer sogar das gefährlichere Team, einen guten Abschluss von Lars Tremper parierte der sehr starke SG-Keeper Johannes Daum, in einer anderen Situation fehlte Jason Milius etwas die Cleverness. Dazwischen führte ein Eigentor der Gastgeber bereits zur nicht unverdienten Führung der Heppenheimer (28.). Stattdessen kam Lindenfels mit dem eigentlich einzigen durchgespielten Angriff in der ersten Hälfte mit dem Halbzeitpfiff zum bis dahin eher schmeichelhaften Ausgleich (45.). In der zweiten Halbzeit dann ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, beide Mannschaften standen defensiv stabil, auf dem engen Platz in Winterkasten war wenig Kombinationsspiel möglich. Und so war es letztlich ein individueller Fehler in der Starkenburgia-Defensive, der der SG die Führung ermöglichte (60.). In der Folge musste Heppenheim dann natürlich mehr riskieren, erhöhte den Druck, was andererseits den Gastgebern nun etwas mehr Räume für Konter ermöglichte, ohne dass diese aber aus dem Spiel heraus wirklich gefährlich wurden. „Aber die SG verfügt über Waffen bei allen Standards, die Einwürfe von Julian Prikel sind ab der Mittellinie stets wie Flanken zu verteidigen, die Ecken und Freistöße von Peter Meister immer gefährlich“, sahen die Starkenburgia-Trainer wie das eigene Team zwar alles versuchte, bei den letzten Standards sogar Keeper Yannick Abancourt im gegnerischen Strafraum mitmischte, die Gastgeber aber immer irgendwie einen Fuß dazwischen brachten. „Sie haben leidenschaftlich und kompromisslos verteidigt und wir leider den einen individuellen Fehler gemacht, was aber eben im Fußball passiert“, wusste das Trainerteam die Niederlage einzuordnen in die Kategorie „Alles gegeben, aber heute sollte es eben nicht sein.“

Pokalaus für die erste Mannschaft

1:2 gegen den Ligakonkurrenten VfR Bürstadt bedeutet das Aus in Runde 2

Letzte Woche im Ligaspiel hatte die Starkenburgia noch die Nase vorne, diesmal hatte der VfR Bürstadt das bessere Ende für sich. „Natürlich hätten wir auch heute gerne gewonnen und die Jungs haben sicherlich auch alles reingeworfen, es hat aber eben nicht gereicht“, wollten die Starkenburgia-Trainer ihrer Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Wir haben heute gesehen, was wir sehen wollten, die Jungs, die bisher weniger gespielt haben, bekamen Spielzeit und haben ihre Sache gut gemacht“, beobachtete das Trainerteam eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der Bürstadt früh in Führung ging, die Starkenburgia jedoch sofort eine Reaktion zeigte: Robin Gielow setzte sich gut im Gästestrafraum durch, wurde gefoult, Pascal Guthier trat an, aber der VfR-Keeper ahnte die Ecke und parierte. Danach weiterhin ein ausgeglichenes Spiel, es blieb bei der knappen Pausenführung für die Gäste. Nach der Halbzeit versuchten die Starkenburgianer den Druck zu erhöhen, das Spiel fand fortan vor allem in der Gästehälfte statt, es fehlte allerdings etwas die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Und so war es der VfR, der einen gut gespielten Konter zum 0:2 nutzen konnte. Trotz der sengenden Hitze gaben sich die Heppenheimer jedoch weiterhin keineswegs geschlagen, die eingewechselten Spieler Junior Delgado, Benni Zipp und Berkin Ural brachten nochmals Belebung, doch der Anschlusstreffer durch einen sehenswerten Freistoß von Luca Widera (88.) kam zu spät, zumal es der ansonsten gute Unparteiische trotz Trinkpause und zwei längerer Verletzungsunterbrechungen bei einer Minute Nachspielzeit beließ – vielleicht war es ihm einfach auch zu heiß.