Tolles Vatertagsturnier

E1- belegt beim topbesetzten Turnier einen sehr guten dritten Platz

Super Wetter, viele starke Mannschaften aus namhaften Vereinen, faire und spannende Spiele – es war alles geboten an diesem Nachmittag auf dem Galgen und entsprechend begeistert fielen auch die Rückmeldungen aus: „Tolles Turnier“, „wunderbare Lage des Sportplatzes“, „alles toporganisiert“ waren die Aussagen der Gäste, die allesamt ankündigten, auch nächstes Jahr wieder gerne in die Kreisstadt zu kommen. Und tatsächlich hatten die Starkenburgianer für alles gesorgt: Die Eltern für eine reichhaltige Obst- und Kuchentheke, der Verein für Gegrilltes und Getränke und die Turnierleitung befand sich in den bewährten Händen von Oliver Suhai, Stefan Schipper und Werner Schmitt, so dass alles reibungslos ablief.

Zum Sportlichen: Die Starkenburgia hatte aus dem 2013er-Jahrgang für dieses Turnier zwei Teams gebildet, wobei sich auch die zweite Mannschaft gegen die namhaften Gegner durchaus achtbar aus der Affäre zog, so konnte beispielsweise gegen den VFR Mannheim 2 ein 0:0 erspielt werden. In den anderen Partien musste das Team aber dann doch die Stärke der Gegner wie Waldhof Mannheim, Viktoria Griesheim oder TSG Weinheim anerkennen, so dass am Ende lediglich Platz 10 blieb. Ein starkes Turnier bot hier Demhat Dündar im Starkenburgia-Tor.

Das erste Team hatte ebenfalls einen schweren Start in das Turnier, wobei es auch gleich, wie sich später herausstellen sollte, gegen die absolut beste Mannschaft ging: Die TSG Heidelberg/Rohrbach zeigte sich nicht nur körperlich herausragend, sondern erwies sich nicht nur in diesem ersten Spiel als sehr spielstark, so dass die Heppenheimer gegen den späteren souveränen Turniersieger zwar gut dagegenhielten, es dennoch nur zum 1:2-Anschlusstreffer durch Elija Schmitt reichen sollte. Somit war man in den kommenden drei Gruppenspielen bereits unter Zugzwang, wenn man denn das anvisierte Ziel, Halbfinale, realisieren wollte. Und die Mannschaft lieferte: Zunächst gab es gegen Wormatia Worms trotz Rückstandes noch einen 3:1-Sieg (Tore: Joshua Schmitt, Elias Schipper, Elija Schmitt), danach wurden die beiden Partien gegen die TSG Weinheim (6:0, Tore: Joshua Schmitt (2), Elija Schmitt (2), Pepe Baumgarten, Elias Schipper) und VfR Mannheim 1 (2:0, beide Tore Joshua Schmitt) klar dominiert. Somit war der Einzug ins Halbfinale perfekt, wo der Gruppensieger der anderen Gruppe, SV Weiterstadt, wartete. In einer umkämpften und ausgeglichenen Partie hatten beiden Mannschaften Chancen auf den möglichen Siegtreffer, die auf Heppenheimer Seite aber der sehr starke Toni Suhai im Tor vereitelte. So blieb es beim 0:0 und ein Neunmeterschießen musste über den Finaleinzug entscheiden. Auch hierbei ging es in die Verlängerung, letztlich bewiesen die Jungs aus Weiterstadt die besseren Nerven, so dass für die Starkenburgianer „nur“ das Spiel um Platz 3 blieb. Aber dieses bot dann nochmals ein Highlight, denn es ging gegen die Waldhof-Buben. Und die Heppenheimer Jungs mobilisierten nochmals alle Kräfte – immerhin hatten sie das bisherige Turnier mit nur einem Wechselspieler bestritten – und konnten nach einem Treffer Marke „Tor des Monats“ von Joshua Schmitt das Spiel für sich entscheiden. Im Finale setzte sich die herausragende Mannschaft der TSG Heidelberg/Rohrbach mit 2:0 gegen den SV Weiterstadt durch.

Der sehenswerte Siegtreffer im Spiel um Platz 3 gegen die Waldhof-Buben

Erste Mannschaft mit schwacher Leistung

Hinten fahrig, vorne ungenau und zu wenig Tempo – so reicht es gegen FSG Riedrode nur zum 1:1

Die stark ersatzgeschwächt angetretenen Gäste der FSG Riedrode II freuten sich nach dem überraschend früh ertönten Abpfiff des ansonsten guten Schiedsrichters zurecht über einen erkämpften Punkt, den sie sich mit allen legitimen Mitteln erarbeitet und somit auch absolut verdient hatten. Die Starkenburgianer indes müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie nach einer starken Anfangsphase zunehmend den Faden verloren haben, im eigenen Ballbesitz oftmals zu umständlich und ungenau agierten und vor allem im letzten Drittel viel zu wenig Gefahr ausstrahlten. Vermutlich wäre die Partie ganz anders verlaufen, wären die ersten frühen Ballgewinne durch Pascal Guthier oder Shkelcim Korbi gekrönt worden, wurden sie aber nicht, was aber auch nicht erklärt, warum man auf einmal jegliche Aggressivität im Spiel gegen den Ball verlor und somit einen Gegner aufbaute, der eigentlich von Beginn an nur auf Schadensbegrenzung aus zu sein schien. Aber Riedrode merkte nach 10 Minuten, dass da sogar mehr drin war und mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Gäste unter allerdings auch redlicher Mithilfe der Starkenburgia-Defensive mit 1:0 in Führung (11.). Und damit hatte man einen Gegner aufgebaut, der durch diverse Ausfälle geschwächt, nun aber seine Chance gekommen sah. Die Starkenburgianer blieben zwar optisch überlegen, Riedrode überließ den Gastgebern weitgehend den Ball, setzte nun aber immer wieder gefährliche Nadelstiche vor allem über den sehr agilen Tom Keil. Dennoch kamen die Heppenheimer zum Ausgleich durch Shkelcim Korbi (24.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Das Starkenburgia-Trainerteam versuchte nun über eine Umstellung mehr Druck ins Angriffsspiel und eine klarere Ordnung in der Defensive zu bekommen, doch es blieb beim gleichen Bild: Die Starkenburgianer hatten meist den Ball, wussten damit allerdings spätestens im letzten Drittel nicht allzu viel anzufangen, verfingen sich stattdessen immer wieder in der vielbeinigen FSG-Abwehrreihe und mussten bei einigen Kontern und knappen Abseitsentscheidungen zu ihren Gunsten sogar noch die Luft anhalten. Und spätestens ab der 60. Minute setzte der Gäste-Trainer dann noch ein weiteres legitimes Mittel ein, alle fünf Minuten wurde jetzt ein-, aus- und wieder eingewechselt, so dass auch das letzte bisschen an Spielfluss ständig unterbrochen war. Das Reglement gibt es her, Riedrode nutzte es ausgiebig und die Starkenburgia fand kaum einen Rhythmus, zu lethargisch und ungenau einfach das Angriffsspiel, zudem war auch die Defensive an diesem Tag alles andere als sattelfest. „Insofern war es vielleicht sogar unser Glück, dass der Schiedsrichter trotz der gefühlt 12 Auswechslungen und längeren Redepassagen seinerseits in Halbzeit zwei nicht mehr als zwei Minuten nachspielen ließ“, wunderten sich die Heppenheimer, die vergangene Woche noch in der 6. Minute der Nachspielzeit zwei Punkte in Rimbach verloren hatten. „Das ist schon extrem zweierlei Maß, aber so ist es halt und wir müssen uns schon an die eigene Nase fassen und klar erkennen, dass wir uns heute den Sieg, der gegen diesen Gegner sicherlich mehr als drin war, einfach nicht verdient haben.“

E1 holt Kreispokal nach Heppenheim

In einem hochspannenden Finale schlagen die Starkenburgianer den TSV Auerbach mit 2:1 (1:1)

Das sind die Momente, von denen Fußballer ihr Leben lang erzählen: „Weißt du noch, damals am 1. Mai vor 250 Zuschauern, als wir den Kreispokal gewonnen haben.“ So könnte die Erzählung der jungen Starkenburgianer beginnen, die an diesem Tag der Arbeit 2024 im Starkenburgstadion in Heppenheim wirklich tolle Arbeit verrichteten und entsprechend verdient nach dem harterkämpften Sieg gegen einen starken Gegner mit ihren zahlreichen Fans, die mit Plakaten, Trommeln und Trompeten für eine tolle Atmosphäre gesorgt hatten, den Pokalsieg feiern durften. Auch das Trainerteam war sichtlich erschöpft, alle hatten wirklich alles gegeben und sich somit den Sieg redlich verdient. Und dabei merkte man der Mannschaft von Anfang an an, dass so ein Spiel vor solch einer Kulisse schon etwas ganz Besonderes ist, die Nervosität war spürbar, die zittrigen Beine führten schon zu den ein oder anderen Abspielfehler mehr als vielleicht bei einem normalen Spielfest. Dennoch bestimmten die jungen Starkenburgianer die Anfangsphase, so dass die sehenswerte Führung für Auerbach zu diesem Zeitpunkt eher überraschend fiel (9.). Das war auch ein wirklicher Wirkungstreffer, die Starkenburgianer mussten sich schütteln, Auerbach hätte in dieser Phase die Führung ausbauen können, was sicherlich für einen anderen Spielverlauf hätte sorgen können. Doch es kam anders: Die Heppenheimer berappelten sich wieder und Elija Schmitt sorgte nach schöner Vorarbeit von Elias Schipper für den Ausgleich (18.). Nun gehörte das Momentum den Heppenheimern, es blieb zur Pause aber beim gerechten Unentschieden. In der Halbzeit machte das Trainerteam der Mannschaft Mut sich noch mehr zuzutrauen und weiter dagegenzuhalten. Dabei war klar, dass jeder einzelne Spieler bereit sein musste, an diesem heißen Tag in den zweiten 25 Minuten an seine Grenzen zu gehen. Und die Starkenburgianer waren bereit, um jeden Ball zu kämpfen. Zehn Minuten vor Schluss dann der große Moment: Elias Schipper setzte sich Mittelfeld trotz Foulspiel stabil durch, der gute Schiedsrichter ließ den Vorteil laufen, den die Heppenheimer toll ausspielten und abermals blieb Elija Schmitt vor dem Tor eiskalt: die Führung! Nun erhöhten die Auerbacher natürlich den Druck, versuchten es immer wieder vor allem mit Schüssen aus der Distanz, aber hier zeigte sich Starkenburgia-Torhüter Toni Suhai enorm sicher und raubte den TSV-Schützen Stück für Stück den letzten Nerv. Hochdramatisch dann jedoch die Schlussminute: eine tolle Parade von Toni Suhai, dann rettete auch noch die Latte, bevor die Starkenburgia-Defensive die Situation bereinigen konnte und der Schlusspfiff ertönte. Alles was dann noch kam, war einfach nur grenzenloser Jubel!!!

Der 2:1-Siegtreffer!
Die hochdramatischen Schlusssekunden!

Erste Mannschaft holt einen Punkt in Rimbach

Gegen den Tabellenzweiten war bis in die Schlussminute sogar ein Sieg möglich

Fällt ein Tor in der Nachspielzeit wird dies von den vielen Fußballexperten meist als „glücklich“ oder auch in früheren Zeiten als das berühmte „Bayern-Dusel“ bezeichnet. In dieser Saison hat der deutsche Meister Bayer Leverkusen dies für sich gepachtet und dabei wird jedem deutlich, dass dies alles wenig mit Glück oder Zufall zu tun hat, sondern mit einer Mentalität, die eben gerade Spitzenmannschaften auszeichnet. Und diese zeigte auch der FSV Rimbach im Heimspiel gegen die Starkenburgia. Das einzige, was man aus Rimbacher Sicht als glücklich und aus Heppenheimer entsprechend ärgerlich bezeichnen konnte, war, dass es diese sechste Minute der Nachspielzeit überhaupt gab, in der Darius Zielonkowski nochmals mit dem Mut der Verzweiflung dynamisch in den Starkenburgia-Strafraum eindrang und den Elfmeter richtiggehend erzwang. A-Liga-Toptorjäger Patrick Feller ließ sich die Chance nicht entgehen und glich für seine Mannschaft aus. „Die lange Nachspielzeit war aus unserer Sicht völlig unbegründet, der Ausgleich für Rimbach aber über das gesamte Spiel gesehen definitiv verdient“, sahen die Starkenburgia-Trainer in der ersten Halbzeit noch eine sehr gute Partie ihrer Mannschaft, die das Geschehen absolut ausgeglichen gestaltete. Rimbach hatte zwar mehr Ballbesitz und fand auf seinem großen Platz auch immer wieder Räume, allerdings nicht dort, wo es wirklich hätte gefährlich werden können für das von Timo Rothermel aufmerksam gehütete Starkenburgia-Tor. Und nach vorne war es wieder einmal eine gefährliche Standardsituation von Kapitän Pascal Guthier, die zur Pausenführung reichte: Lio Kubanza stieg hoch und verwertete per Kopf (33.). Es war klar, dass die Rimbacher, die sich mit dem SV Lörzenbach in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den Relegationsrang zwei befinden, in der zweiten Hälfte alles daran setzen würden, die Partie zu drehen. Insofern wollten die Starkenburgianer vor allem defensiv weiterhin kompakt stehen, aber auch selbst die sich bietenden Räume nutzen. Soweit die Theorie, die Praxis sah allerdings so aus, dass die Entlastung von Minute zu Minute weniger, der Druck des FSV immer größer wurde, was dann auch in der 78. Minute belohnt wurde, Patrick Feller stand dort, wo ein Torjäger zu stehen hatte und drückte den Abpraller über die Linie. Aber einen Pfeil hatte die Starkenburgia noch im Köcher und was für einen: einen sehr gut vorgetragenen Konter über Guthier und Tristan Röhrig versenkte abermals Lio Kubanza mit seinem achten Saisontreffer zur in dieser Phase völlig überraschenden abermaligen Führung (84.). Diese jetzt über die Zeit zu schleppen, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, sich reinzuwerfen in jeden Angriff, das war nun die Aufgabe, die die Starkenburgianer auch annahmen, um diesen „dreckigen Dreier“ mitzunehmen. Aber dann kam eben die 96. Minute und es wurde am Ende „nur“ ein Punkt.

E1 mit klarer Steigerung

Beim letzten Spielfest in der aktuellen Gruppe konnten sich die E1-Junioren der Starkenburgianer nach den zuletzt überschaubaren Leistungen deutlich steigern und blieben erstmals in dieser Gruppe ungeschlagen. Im ersten Spiel gegen die Gastgeber der JSG Mitlechtern gab es einen 5:1-Sieg. Die Tore in der überlegen geführten Partie erzielten Elija Schmitt (3), Joshua Schmitt und Torhüter Toni Suhai, dessen Abschlag auf dem relativ kleinen Feld direkt den Weg ins gegnerische Tor fand. Der TSV Auerbach bildet für dieses Turnier aus seinem extrem starken 2014er Jahrgang zwei Teams, wobei das zweite noch etwas Lehrgeld zu zahlen hat, so auch in der Partie gegen die Starkenburgianer. Bei denen erwies sich in diesem Spiel Mads Janßen als sehr stark, der zwei schöne Treffer erzielen konnte. Konstantin Mayer, Elias Schipper und Elija Schmitt sorgten für das 5:0-Endergebnis. Nun wollte man unbedingt auch gegen die Erstvertretung des TSV erstmals gewinnen, bisher gab es immer knappe, aber durchaus verdiente Niederlagen gegen die sehr starke Truppe. Entsprechend engagiert gingen die Heppenheimer die Partie an und hatten in den ersten 10 Minuten ein deutliches Übergewicht mit einer ganzen Reihe klarster Chancen, aber selbst ein 7-Meter konnte nicht genutzt werden. Und so befreiten sich die Auerbacher Jungs zunehmend vom Druck und wurden ihrerseits gefährlicher, mit dem Unterschied, dass sie zumindest eine ihrer Chancen zur Führung zu nutzen wussten. In der Schlussphase versuchten die Starkenburgianer alles, um wenigstens eine erneute Niederlage abzuwenden und Joshua Schmitt schaffte mit einer Energieleistung noch den insgesamt verdienten Ausgleich.

Am kommenden 1. Mai steht nun das Kreispokalfinale um 11 Uhr im Starkenburgstadion gegen den 2013er-Jahrgang des TSV Auerbach an. Hier treffen also zwei tolle E-Jugendmannschaften aufeinander, die sich in einer langen Pokalrunde verdient bis ins Finale vorgespielt haben. Die Starkenburgianer besiegten dabei die JSG Lautertal (11:0), den VfL Birkenau (kampflos), den JFV Bürstadt (8:2), den SV Kirschhausen (9:0) und den SV Affolterbach im Neunmeterschießen. Die Heppenheimer hoffen nun natürlich auf viel Unterstützung für die Jungs am Mittwoch!

Erste Mannschaft schlägt erstmals ein Spitzenteam

Starke Mannschaftsleistung bringt einen 4:0-(1:0)-Heimerfolg gegen den Vierten SV/BSC Mörlenbach

Von seinen bisherigen 11 Auswärtsspielen hat der SV/BSC Mörlenbach 10 gewonnen und einmal unentschieden gespielt, eine beeindruckende Bilanz, die ihr Ende aber auf dem Heppenheimer Galgen finden sollte. Denn die Starkenburgianer hatten sich fest vorgenommen, endlich auch einmal eines der Spitzenteams zu schlagen, um zu zeigen, zu was das Team in der Lage ist. Und dieses Vorhaben wurde von der ersten Minute an in die Tat umgesetzt: Mit einem sehr ballsicheren Aufbau- und variablem Positionsspiel dominierten die Gastgeber gegen tiefstehende und auf Konter lauernde Gäste von der ersten Minute an. Dennoch war es schwer, gegen die mit einer 5er-Kette verteidigenden Mörlenbacher zu klaren Chancen zu kommen, so dass es einer starken Einzelleistung Shkelqim Korbis bedurfte, um die überfällige Führung zu besorgen (23.). Danach allerdings verloren die Starkenburgianer etwas den Faden, spielten zu kompliziert, so dass Mörlenbach über die daraus folgenden Zweikämpfe besser in die Partie fand. Doch mehr als die eine oder andere von Spielertrainer Riza Aydogan gefährlich getretene Standardsituation ergab sich dennoch nicht, so dass die 1:0-Pausenführung der Gastgeber mehr als verdient war. Und die Heppenheimer knüpften auch direkt nach dem Wiederanpfiff des souveränen Schiedsrichters Jüch an die Leistung der ersten halben Stunde an, diesmal aber mit mehr Effektivität: Gleich mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff über die rechte Seite fand Astrit Kryeziu mit seiner Hereingabe Shkelqim Korbi am langen Pfosten, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 2:0 einschoss (50.). Mörlenbach versuchte nun zwar mehr Druck aufzubauen, brachte eine zweite Spitze, doch die Starkenburgianer ließen defensiv kaum etwas anbrennen. Im Gegenteil, bei besten Konterchancen zeigten sie Nerven und versäumten es somit mehrfach, mit dem 3:0 den Deckel draufzumachen. So dauerte es bis zur 75. Minute, als sich Lio Kubanza beherzt durchsetzte und eiskalt zur Entscheidung einnetzte. Jens Schuchmann war es vorbehalten per Kopf nach einer Ecke von Nils Wadowski für den letztlich auch in der Höhe verdienten 4:0-Heimerfolg zu sorgen (90.). „Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung und das Team hat gezeigt, zu was es in der Lage ist. Nun wollen wir auch kommende Woche in Rimbach einem absoluten Spitzenteam Paroli bieten“, geht es dem Trainerteam aktuell vor allem darum, die Mannschaft Woche für Woche in der Breite immer stabiler zu machen und eine gewisse Siegermentalität zu entwickeln.

E1-Junioren mit dem Osterblues

Sehr überschaubare Leistungen rund um die Osterpause

Die langen Osterferien haben die E-1-Junioren anscheinend etwas aus dem Rhythmus gebracht, denn nach dem erfolgreichen Einzug ins Kreispokalfinale zu Beginn der dreiwöchigen Ferien waren die folgenden Auftritte doch eher durchwachsen.

Zunächst stand ein Testspiel noch in den Ferien beim FC Alsbach an, den man zu Hause noch klar schlagen konnte. Dieses Mal jedoch waren die personellen Vorzeichen doch sehr mau, so musste man ohne Wechselspieler die 50-minütige Spielzeit bestreiten, so dass gegen den starken Gegner am Ende ein 3:8 zu Buche stand. Die Tore für die niemals aufsteckenden Starkenburgianer hatten Joshua Schmitt (2) und Constantin Mayer erzielt.

Am Ende der Ferien stand dann noch ein Spiel beim SC Käfertal im Mannheimer Norden auf dem Programm. Die Gastgeber gehören im Raum Mannheim zu den drei besten Teams des Jahrgangs, zudem waren in Baden-Württemberg die Ferien bereits eine Woche zu Ende, während bei den Heppenheimern noch der eine oder andere Spieler im Urlaub weilte. Die dreimal 20 Minuten gestalteten sich denn auch extrem wechselhaft: Im ersten Drittel gehörte die Anfangsphase klar den Starkenburgianern, dennoch ging Käfertal mit einer 1:0-Führung in die erste Pause. Das zweite Drittel dominierten die Hausherren dann ganz klar und konnten dieses mit 6:0 für sich entscheiden. Im letzten Abschnitt hielten die Starkenburgianer wieder besser dagegen, führten zwischenzeitlich nach Toren von Elias Schipper (2), Elija Schmitt und Max May mit 4:2, am Ende konnte der SC hier aber auch noch ausgleichen.

Im ersten Spielfest nach den Ferien brauchten die Heppenheimer auf dem Galgen auch wieder einmal Anlaufzeit und irgendwie erweist sich der junge Jahrgang des TSV Auerbach auch zunehmend als ein Angstgegner, auch diesmal gab es hier eine verdiente 0:1-Niederlage. Gegen die Zweitvertretung taten sich die Starkenburgianer auch schwer, siegten aber nach einem Treffer von Elija Schmitt mit 1:0. Gegen die JSG Fürth steigerten sich die Heppenheimer dann und kamen zu einem auch in der Höhe verdienten 3:0-Erfolg. Die Treffer erzielten Elija Schmitt (2) und Elias Schipper. Toll war das Engagement der Elternschaft, die das Spielfest, das man kurzfristig für den zurückgezogenen SV Affolterbach übernommen hatte, wie gewohnt top organisierte.

Erste Mannschaft mit souveränem Auswärtsauftritt

4:1-Sieg beim SC Rodau dank einer konzentrierten und konsequenten Leistung

Nach der verdienten Niederlage gegen den Tabellenführer ging es für die Starkenburgianer auf dem großen Rasenplatz in Rodau darum, direkt wieder in die Spur zurückzufinden. Dabei war klar, dass dies gegen die Gastgeber, die sich durch ihre 10 Punkte aus den sechs Spielen nach der Winterpause aus der akuten Abstiegsgefahr befreit haben, kein Selbstläufer werden würde. Doch die Mannschaft des Trainerduos Becker/Schmitt ging die Partie von Anfang an sehr fokussiert an und belohnte sich schnell: Abel Abdelkader behauptete sich im Strafraum der Gastgeber und legte auf Luca Widera ab, der mit seinem 17. Saisontreffer zur frühen Führung einnetzte (5.). Allerdings antwortete der SC Rodau schnell und zeigte, warum er so beständig punktete in den vergangenen Spielen: ein guter langer Ball auf Außen, eine präzise Flanke, Mamadou Bah läuft gut ein und trifft per Kopf zum Ausgleich (12.). Aber die Kontrolle über die Partie blieb weiterhin bei der Starkenburgia, die gegen den Ball kompakt und kompromisslos verteidigte und umgekehrt für die Gastgeber kaum zu greifen war. Den ausschlaggebenden Unterschied sollten dann aber vor allem die Standards an diesem Nachmittag machen, denn während Rodau aus den seinen zu wenig machte bzw. auch am aufmerksamen Starkenburgia-Keeper Timo Rothermel scheiterte, zeigten sich die Starkenburgianer in Sachen ruhender Ball diesmal sehr effizient. Dabei trat vor allem Kapitän Pascal Guthier in Erscheinung: Zunächst war es seine Ecke, die Astrit Kryeziu zur erneuten Führung nutzte (17.), dann war es der gerade eingewechselte Lio Kubanza, der mit seinem ersten Ballkontakt eine Freistoßflanke von Guthier verwertete (29.). Mit diesem 3:1 ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel hatte Rodau zwar mehr Ballbesitz und versuchte Druck aufzubauen, aber wirklich gefährlich wurde es kaum vor dem Starkenburgia-Tor. Im Gegenteil: Ein weiterer ruhender Ball, Pascal Guthier nahm ganz genau Maß und das Leder segelte für den SC-Keeper ganz unangenehm an Freund und Feind vorbei ins lange Eck – das 4:1 war denn auch die Entscheidung (71.). In der Schlussphase gab noch Luis Calvo sein Comeback, so dass der einzige, aber natürlich umso schwerwiegendere Wehrmutstropfen an diesem Tag die verletzungsbedingte Auswechslung von Torjäger Luca Widera war, bei dem nun zu hoffen bleibt, dass die Verletzung sich als nicht so schlimm wie zu befürchten herausstellt.

Tabellenführer eine Nummer zu groß

Erste Mannschaft bekommt von SG Lindenfels bei der 0:3 (0:2)- Heimniederlage Grenzen aufgezeigt

Im Fußball zählen Ergebnisse und wer von 23 Ligaspielen 19 gewonnen hat, hat im bisherigen Verlauf der Saison noch nicht allzu viel falsch gemacht und darf wohl auch nach einem gewonnenen Spiel auf dem Galgen zurecht „Spitzenreiter“ skandieren. Und da es auch eine sehr löbliche Tugend ist, zu wissen, was man nicht kann, ist ein probates, wenn nicht gar cleveres Vorgehen, sich auf das zu fokussieren, was man gut kann und genau dies ist es, was die SG Lindenfels/Winterkasten am Ende des Tages vermutlich zum Meister und dann auch verdienten Aufsteiger machen wird. Denn schlussendlich zählt eben das Ergebnis und oftmals schlägt auch Mentalität Qualität und wer das Spiel am Sonntag gesehen hat, weiß wovon hier geschrieben wird. Die Starkenburgianer zeigten sich von Beginn an gewillt, dem Favoriten Paroli zu bieten und wollten mit dem Selbstbewusstsein aus zuletzt drei Siegen auch gegen die SG unbedingt punkten. Und so übernahmen sie auch von Beginn an die Spielkontrolle, ließen den Ball ordentlich laufen, die Gäste bekamen kaum Zugriff. Aber sie lassen sich eben auch nicht aus der Ruhe bringen, verteidigen in solchen Phasen konsequent und rigoros – der eine oder andere Ball dürfte immer noch in den Weiten der Weinberge unterwegs sein – und warten auf ihre Chance. Und die erste davon nutzten sie dann auch sehenswert, einen klaren und zielstrebigen Angriff verwertete Stephan Weber mit einem satten Schuss (10.). Und das war dann auch für lange Zeit die einzig nennenswerte Offensivaktion des Tabellenführers, der sich aber auf seine stabile und eben kompromisslose Defensive verlassen konnte, bei allerdings auch überschaubarer Zielstrebigkeit im Starkenburgia-Angriffsspiel. Und so überließen die Gäste der Starkenburgia weitgehend den Ball und warteten auf ihre nächste Chance und die servierten die Heppenheimer ihnen auf dem Silbertablett: Ballverlust im Spielaufbau, Keeper Yannick Abancourt kann nur noch mit einem Foul reagieren, der Elfmeter von Andre Woerle sitzt sicher (38.). Das nennt man dann wohl eiskalte Effizienz, erkennbar dabei aber auch die hohe Qualität und Wucht im Offensivbereich der SG. Und die Starkenburgianer: Spielten auch in der zweiten Halbzeit munter und gefällig mit, aber viel mehr als der eine oder andere mehr oder weniger gefährliche Abschluss aus der zweiten Reihe oder aber Jason Milius 1-1-Situation gegen SG-Keeper Johannes Daum, sprang eben nicht heraus und da auch diese nicht zum zählbaren Erfolg führten, gab es am Ende noch ein unglückliches Eigentor zum 0:3-Endstand. „Sicherlich ist der Sieg um 1-2 Tore zu hoch ausgefallen, aber verdient ist er allemal, da die SG einfach mit ihren Mittel stets gefährlicher war als wir“, zeigten sich die Starkenburgia-Trainer bemüht um eine objektive Einordnung. Und als Erkenntnis bleibt: Wer im Fußball am Ende gewinnt, hat wohl alles richtig gemacht. Zumindest kurzfristig und die Fragen der Entwicklung und auch die, ob der Zweck wirklich alle Mittel heiligt, bleiben einfach mal im Raume stehen. Für die Starkenburgianer indes gilt es, die auch in diesem Spiel erkennbaren guten spielerischen Ansätze immer weiter zu forcieren und sie zielstrebiger zum Abschluss zu bringen. Ansonsten hat man wenig Argumente, sondern verhungert am Ende an der vermeintlichen Schönheit brotloser Kunst.

E1 zieht ins Kreispokalfinale ein

In einem dramatischen Halbfinale setzen sich die Starkenburgianer im Neunmeterschießen durch

Es war alles geboten in diesem Pokalhalbfinale in Affolterbach und die zahlreichen Zuschauer kamen nicht nur aus Wettergründen gar nicht aus dem Zittern heraus, vielmehr war es der hochdramatische Spielverlauf, der alle Zuschauer fesselte und begeisterte. Von Beginn an war zu erkennen, dass sich die beiden Teams in dieser Partie nichts schenken würden, immer wieder kam es zu hochintensiven Zweikämpfen, beide Mannschaften standen defensiv stabil, im Spiel nach vorne trafen zwei unterschiedliche Strategien aufeinander: Während die Gastgeber nahezu ausschließlich mit einem ersten langen Ball versuchten, in die Starkenburgia-Hälfte zu gelangen, um dort dann über zweite Bälle ihre starke Offensive ins Spiel zu bringen, wollten die Heppenheimer immer wieder von hinten heraus in ihr Kombinationsspiel kommen. So entstand eine hochinteressante und intensive Partie auf für das Alter sehr ansprechendem Niveau, beide Mannschaften zeigten, warum sie bis ins Halbfinale gekommen waren.

Die Starkenburgianer fanden sehr gut in das Spiel, die Anfangsphase gehörte klar ihnen, ohne dass jedoch Kapital daraus geschlagen wurde. Im Gegenteil, mit ihrer ersten Chance gingen die Gastgeber mit einem sehenswerten Schuss in Führung (12.). Doch die Heppenheimer antworteten, Elias Schipper zeigte sich hellwach und traf zum verdienten 1:1-Halbzeitstand (24.). Auch in der zweiten Halbzeit egalisierten sich die beiden Teams weitgehend, so dass es weiterhin nicht allzu viele Chancen auf beiden Seiten gab. Abermals gingen die Gastgeber in Führung und diesmal mit einem Traumtor aus der Distanz (32.) – unhaltbar! Aber natürlich gaben sich die Starkenburgianer noch lange nicht geschlagen und es sollte wieder Elias Schipper sein, der mit einem schönen Kopfball nach einer Ecke von Joshua Schmitt sein Team zurück ins Spiel brachte. Mit dem 2:2 ging es dann in eine 2×5-minütige Verlängerung, in der beide Mannschaften nicht mehr allzu viel riskieren wollten. Und so kam es zur Entscheidung durch Neunmeterschießen und hier avancierte Starkenburgia-Keeper Toni Suhai mit zwei grandios gehaltenen Schüssen zum Pokalhelden! Da Joshua Schmitt, Elias Schipper, Pepe Baumgarten und zum Abschluss Max May souverän verwandelten, stand der Einzug ins Finale fest! Insgesamt eine tolle, kämpferische, aber auch spielerisch ansprechende Leistung des gesamten TEAMS!

Der Treffer zum 1:1
Das 2:2
Der NeunmeterKILLER
Den entscheidenden Neunmeter eiskalt versenkt!