Saisonauftakt der ersten Mannschaft

Starkenburgia geht nächste Saison mit drei Herrenmannschaften an den Start

Sonntagmorgen, 10 Uhr am ersten Weinmarktwochenende und nach dem Achtelfinalsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark… sicherlich gibt es „dankbarere“ Termine für einen Saisonauftakt einer Herrenmannschaft. Aber es gilt Prioritäten zu setzen und so standen zu Trainingsbeginn 29 hochmotivierte und weitgehend ausgeschlafene Spieler vor dem Trainerteam Markus Röcker, Tanino Cammilleri, Marco Becker und Christian Schmitt, die sie zur ersten Einheit der Saison 24/25 auf dem Galgen begrüßten. Und die hatten gleich einige wichtige Neuigkeiten: Aufgrund des enormen Zuwachses aus der eigenen Jugend wird die Starkenburgia in der kommenden Saison drei Herrenmannschaften zum Rundenbetrieb melden. Wie bisher auch werden Jürgen Krusche und Werner Schmitt die zweite Mannschaft in der D-Liga coachen, aber aus dem Kader der ersten Mannschaft wird das Trainerquartett Schmitt/Becker/Röcker/Cammilleri in Zukunft zwei Teams bilden, von denen die 1a das Ziel hat, in der Spitzengruppe der A-Liga ein gehöriges Wörtchen um den Kreisoberliga-Aufstieg mitzureden und die 1b den Aufstieg in die C-Liga anvisieren muss. „Natürlich sind das ambitionierte Ziele, aber dafür macht man ja auch schließlich Sport“, schauen Becker und Schmitt, die die erste Mannschaft bereits letzte Saison coachten auf eine ordentliche Runde zurück: „Die ersten sechs Mannschaften waren stabiler und konstanter, hieran müssen wir arbeiten, um eben unter diese ersten Fünf zu kommen.“ Hierzu sollte die deutliche Verbreiterung des Kaders beitragen: „Wir haben aktuell 40 Spieler auf dem Zettel, die allesamt ambitioniert sind. Hier wäre es fahrlässig gewesen, diesen motivierten Jungs nicht die Möglichkeit zu geben, auch Woche für Woche zum Einsatz zu kommen“, zeigt sich das Trainerteam dem Verein gegenüber dankbar, dass die Rahmenbedingungen dafür geschaffen wurden: „Das fängt ja mit dem großen Trainerteam, zu dem auch noch Torwarttrainer Daniel Grünig und Physio Walter Merkel gehören, an, geht aber weiter über die Ermöglichung der nötigen Trainingszeiten oder auch dem ganzen Material.“ Nun gilt es also, die Arbeit mit diesem großen Kader gut zu strukturieren und die Jungs bei Laune zu halten: „Das gelingt natürlich am ehesten mit siegreichen Spielen und das haben die Spieler im Großen und Ganzen ja auch selbst in der Hand. Wir müssen von Beginn an eine positive Dynamik in das Ganze bringen, wozu jeder seinen Teil beitragen muss.“ Der Start am Sonntagmorgen jedenfalls ließ sich schon einmal ganz gut an: Nach einer laufintensiven Einheit mit einem abschließenden Turnier – der Regeneinbruch kam auch erst direkt danach – stand Sportvorstand Michael Calvo bereits am Grill, so dass es auch noch in einen wichtigen, gemütlichen Teil übergehen konnte.

Hier auch der Vorbericht vom Starkenburger Echo: FC Starkenburgia Heppenheim beschreitet einen neuen Weg (echo-online.de)

Erste Mannschaft mit starkem Schlussakkord

Starkenburgianer drehen frühen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Heimsieg gegen die TG Jahn Trösel

Die Vorzeichen vor dem letzten Heimspiel der ersten Mannschaft waren alles andere als gut: Personell extrem dezimiert gegen den Tabellenvierten, der sich auch noch einmal sehr viel vorgenommen hatte, wollten die Starkenburgianer dennoch alles daran setzen, die ordentliche Saison zu einem guten Ende zu bringen. Dann aber setzte auch noch der Starkregen ein und die Gastgeber hatten in der Anfangsphase so ihre liebe Not mit dem schwer bespielbaren, da unter Wasser stehenden Geläuf. Die Gäste dagegen nutzten die Konfusion in der Starkenburgia-Defensive eiskalt aus und gingen mit einem Doppelschlag früh in Führung (5.,6.). Aber die Heppenheimer zeigten einmal mehr, dass sie sich diese Saison auch hinsichtlich der Nehmerqualitäten enorm gesteigert haben, das Team berappelte sich, der Regen hörte auf und die Starkenburgia nahm zunehmend das Heft in die Hand. Und zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt wurden sie belohnt: Nils Wadowski brachte die Mannschaft mit seinem verwandelten Foulelfmeter noch vor der Pause zurück in die Partie (43.). Diese blieb auch nach dem Seitenwechsel umkämpft und ausgeglichen, aber man merkte doch zunehmend, dass die Gastgeber an diesem Tag den größeren Willen hatten und zudem von der Bank mit den A-Jugendlichen Emirhan Efe, Simon Buch und Nils Wegner gut nachlegen konnten. Der verdiente Ausgleich resultierte aus einer energischen Einzelaktion von Shkelcim Korbi, der sein Solo mit einem überlegten Abschluss krönte (74.). Und nun wollten die Starkenburgianer noch mehr, Trösel indes konnte nicht mehr zulegen, so dass der Siegtreffer kurz vor Schluss für den verdienten Jubel sorgte: Simon Buch fand mit einer gut getimten Flanke das Kopfballungeheuer Lars „Horst“ Tremper! „Insgesamt ein verdienter Sieg, wobei vor allem die Moral der Truppe hervorzuheben ist, die allen Widrigkeiten trotzte und sich am Ende belohnte“, können die Starkenburgia-Trainer somit auf eine insgesamt ordentliche Runde zurückblicken: „Ziel war es, Stabilität in die Mannschaft zu bringen und sie Stück für Stück weiterzuentwickeln. Dies ist uns bei einem Blick auf die Statistiken sicherlich gelungen: 48 Punkte, 13 gewonnene Spiele, nur 8 verloren, die vielen Unentschieden kosteten uns eine bessere Platzierung. Offensiv sind die 82 erzielten Treffer eine gute Bilanz, die 47 Gegentore sind noch zu viel. In der Rückrunde konnten wir 6 Punkte mehr als in der Hinrunde sammeln, was zeigt, dass wir insgesamt auf dem richtigen Weg sind.“ Nun steht zunächst einmal die verdiente Pause im Juni an, bevor Anfang Juli die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

Freibier auf dem Galgen

Am morgigen Donnerstag bestreitet die 1. Mannschaft des FC Starkenburgia Heppenheim ihr letztes Saisonspiel. Um 15 Uhr empfangen die Starkenburgianer die TG Trösel. Nach dem Spiel gibt es für die Besucher zum Abschluss Freibier. Die Heppenheimer blicken auf eine durchweg positive Saison zurück und wollen sich am Donnerstag von den Fans mit einem guten Spiel und Freibier verabschieden.

Highlight Mannschaftsabend

Das 1:1 gegen den VfR Fehlheim tritt schnell in den Hintergrund

Ein letztes symbolisches Ziel hatte sich die erste Mannschaft der Starkenburgia für diese Saison gesetzt: 50 Punkte sollten es am Ende werden, doch nach dem 1:1 gegen die Reserve des VfR Fehlheim ist diese Marke bei aktuell 45 Punkten und noch einem ausstehenden Spiel gegen die TG Jahn Trösel am 30. Mai auf dem Galgen nicht mehr zu erreichen. Dabei fällt es schwer, die Partie gegen die Verbandsliga-Reserve einzuordnen: Fehlheim musste ohne Verstärkungen aus der Ersten plus diversen Ausfällen aus dem eigenen Kader klarkommen, die Starkenburgianer indes hatten gerade einmal 10 Feldspieler aus dem Erstmannschaftskader zur Verfügung, mit Homayun Rahim, Luc Stuckert und Chris Schamber halfen drei Mann aus der Zweiten aus, die ihre Sache allesamt gut erledigten. Es war unter diesen Voraussetzungen allerdings ein Muster ohne wirklichen sportlichen Wert, die Teams egalisierten sich weitgehend im Mittelfeld, bezeichnend, dass beide Tore nach Standardsituationen fielen. Zunächst ging Fehlheim in Führung, diese egalisierte Nils Wadowski mit einem sehr sehenswerten Freistoß aus rund 25 Metern direkt in den Winkel. Und dass dies kein Zufall war, zeigte der gleiche Spieler in Halbzeit zwei, allerdings landete sein Geschoss dieses Mal leider an der Latte. Insgesamt hatten die Starkenburgianer etwas mehr vom Spiel und auch die etwas besseren Chancen, dennoch geht am Ende des Tages das Ergebnis in einem eher mäßigen Spiel, das sicherlich im Verlauf des folgenden Mannschaftsabends kein großes Gesprächsthema mehr war, in Ordnung.

Erste Mannschaft erledigt Pflichtaufgabe

Gegen das sieglose Tabellenschlusslicht ISC gibt es einen glanzlosen 6:0-(4:0)-Erfolg

Der ISC Fürth ist in dieser Saison wahrlich gebeutelt: Vor der Saison verließ den Verein eine ganze Mannschaft, der neue Vorstand schaffte es irgendwie bis zur Winterpause durchzuhalten, wollte das Team dann verstärken, was aber auch nur leidlich gelang. Bis in die jetzige Saisonschlussphase gelang erst ein Punktgewinn, nun kann die Mannschaft nicht einmal mehr ihre Heimspiele auf dem gewohnten Platz in Lörzenbach, der aktuell einen neuen Kunstrasenbelag bekommt, austragen, auch Training ist aktuell nicht möglich. Deshalb wurde das Spiel gegen die Starkenburgia kurzfristig auf den Galgen verlegt, noch kurzfristiger sagte dann aber auch noch der angesetzte Schiedsrichter gesundheitsbedingt ab, so dass die Partie knapp vor der Absage stand. Hier aber erwiesen sich die ISC-Verantwortlichen als kreativ und besorgten spontan mit Lütfü Zaim einen Ersatz, der, obwohl er vorher schon ein Spiel in Bürstadt geleitet hatte, seine Sache in Heppenheim sehr gut erledigte, wobei die beiden Mannschaften in der sehr fairen Partie ihm die Aufgabe auch nicht allzu schwer machten. Das sportliche Geschehen bewegte sich in überschaubaren Gefilden, die Starkenburgia agierte von Beginn an überlegen, der ISC wehrte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten, sorgte in der Anfangsphase über den agilen Frank Hirschhausen für den einen oder anderen Konter, konnte den Starkenburgianern insgesamt aber nicht genügend entgegensetzen. Diese ließen zunächst noch die eine oder andere Chance liegen, so scheiterte bspw. Shkelcim Korbi mit einem an Lio Kubanza verursachten Foulelfmeter am starken ISC-Keeper Levent Salimov, dennoch stand es zur Halbzeit nach Toren von Abel Abdelkader (2), Shkelcim Korbi und Tristan Röhrig 4:0. Die zweite Hälfte verkam dann zunehmend zu einem eher zähen Sommerkick, für die Highlights sorgten Lio Kubanza und Jens Schuchmann mit ihren sehenswerten Treffern zum halben Dutzend, sowie Markus Wohlfeil mit einem technischen Kabinettstückchen. „Der ISC ist natürlich in dieser Saison kein Maßstab, es ist allerdings beeindruckend, wie Mannschaft und Vorstand das durchgezogen haben. Wir wünschen ihnen für die B-Liga einen guten Neuaufbau!“, freuen sich die Starkenburgianer mit ihrem Trainerteam nun auf die beiden noch ausstehenden Heimspiele gegen den VfR Fehlheim 2 am kommenden Samstag und den Saisonabschluss am 30. Mai gegen die TG Jahn Trösel.

Erste Mannschaft mit schwacher Leistung

Hinten fahrig, vorne ungenau und zu wenig Tempo – so reicht es gegen FSG Riedrode nur zum 1:1

Die stark ersatzgeschwächt angetretenen Gäste der FSG Riedrode II freuten sich nach dem überraschend früh ertönten Abpfiff des ansonsten guten Schiedsrichters zurecht über einen erkämpften Punkt, den sie sich mit allen legitimen Mitteln erarbeitet und somit auch absolut verdient hatten. Die Starkenburgianer indes müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie nach einer starken Anfangsphase zunehmend den Faden verloren haben, im eigenen Ballbesitz oftmals zu umständlich und ungenau agierten und vor allem im letzten Drittel viel zu wenig Gefahr ausstrahlten. Vermutlich wäre die Partie ganz anders verlaufen, wären die ersten frühen Ballgewinne durch Pascal Guthier oder Shkelcim Korbi gekrönt worden, wurden sie aber nicht, was aber auch nicht erklärt, warum man auf einmal jegliche Aggressivität im Spiel gegen den Ball verlor und somit einen Gegner aufbaute, der eigentlich von Beginn an nur auf Schadensbegrenzung aus zu sein schien. Aber Riedrode merkte nach 10 Minuten, dass da sogar mehr drin war und mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Gäste unter allerdings auch redlicher Mithilfe der Starkenburgia-Defensive mit 1:0 in Führung (11.). Und damit hatte man einen Gegner aufgebaut, der durch diverse Ausfälle geschwächt, nun aber seine Chance gekommen sah. Die Starkenburgianer blieben zwar optisch überlegen, Riedrode überließ den Gastgebern weitgehend den Ball, setzte nun aber immer wieder gefährliche Nadelstiche vor allem über den sehr agilen Tom Keil. Dennoch kamen die Heppenheimer zum Ausgleich durch Shkelcim Korbi (24.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Das Starkenburgia-Trainerteam versuchte nun über eine Umstellung mehr Druck ins Angriffsspiel und eine klarere Ordnung in der Defensive zu bekommen, doch es blieb beim gleichen Bild: Die Starkenburgianer hatten meist den Ball, wussten damit allerdings spätestens im letzten Drittel nicht allzu viel anzufangen, verfingen sich stattdessen immer wieder in der vielbeinigen FSG-Abwehrreihe und mussten bei einigen Kontern und knappen Abseitsentscheidungen zu ihren Gunsten sogar noch die Luft anhalten. Und spätestens ab der 60. Minute setzte der Gäste-Trainer dann noch ein weiteres legitimes Mittel ein, alle fünf Minuten wurde jetzt ein-, aus- und wieder eingewechselt, so dass auch das letzte bisschen an Spielfluss ständig unterbrochen war. Das Reglement gibt es her, Riedrode nutzte es ausgiebig und die Starkenburgia fand kaum einen Rhythmus, zu lethargisch und ungenau einfach das Angriffsspiel, zudem war auch die Defensive an diesem Tag alles andere als sattelfest. „Insofern war es vielleicht sogar unser Glück, dass der Schiedsrichter trotz der gefühlt 12 Auswechslungen und längeren Redepassagen seinerseits in Halbzeit zwei nicht mehr als zwei Minuten nachspielen ließ“, wunderten sich die Heppenheimer, die vergangene Woche noch in der 6. Minute der Nachspielzeit zwei Punkte in Rimbach verloren hatten. „Das ist schon extrem zweierlei Maß, aber so ist es halt und wir müssen uns schon an die eigene Nase fassen und klar erkennen, dass wir uns heute den Sieg, der gegen diesen Gegner sicherlich mehr als drin war, einfach nicht verdient haben.“

Erste Mannschaft holt einen Punkt in Rimbach

Gegen den Tabellenzweiten war bis in die Schlussminute sogar ein Sieg möglich

Fällt ein Tor in der Nachspielzeit wird dies von den vielen Fußballexperten meist als „glücklich“ oder auch in früheren Zeiten als das berühmte „Bayern-Dusel“ bezeichnet. In dieser Saison hat der deutsche Meister Bayer Leverkusen dies für sich gepachtet und dabei wird jedem deutlich, dass dies alles wenig mit Glück oder Zufall zu tun hat, sondern mit einer Mentalität, die eben gerade Spitzenmannschaften auszeichnet. Und diese zeigte auch der FSV Rimbach im Heimspiel gegen die Starkenburgia. Das einzige, was man aus Rimbacher Sicht als glücklich und aus Heppenheimer entsprechend ärgerlich bezeichnen konnte, war, dass es diese sechste Minute der Nachspielzeit überhaupt gab, in der Darius Zielonkowski nochmals mit dem Mut der Verzweiflung dynamisch in den Starkenburgia-Strafraum eindrang und den Elfmeter richtiggehend erzwang. A-Liga-Toptorjäger Patrick Feller ließ sich die Chance nicht entgehen und glich für seine Mannschaft aus. „Die lange Nachspielzeit war aus unserer Sicht völlig unbegründet, der Ausgleich für Rimbach aber über das gesamte Spiel gesehen definitiv verdient“, sahen die Starkenburgia-Trainer in der ersten Halbzeit noch eine sehr gute Partie ihrer Mannschaft, die das Geschehen absolut ausgeglichen gestaltete. Rimbach hatte zwar mehr Ballbesitz und fand auf seinem großen Platz auch immer wieder Räume, allerdings nicht dort, wo es wirklich hätte gefährlich werden können für das von Timo Rothermel aufmerksam gehütete Starkenburgia-Tor. Und nach vorne war es wieder einmal eine gefährliche Standardsituation von Kapitän Pascal Guthier, die zur Pausenführung reichte: Lio Kubanza stieg hoch und verwertete per Kopf (33.). Es war klar, dass die Rimbacher, die sich mit dem SV Lörzenbach in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den Relegationsrang zwei befinden, in der zweiten Hälfte alles daran setzen würden, die Partie zu drehen. Insofern wollten die Starkenburgianer vor allem defensiv weiterhin kompakt stehen, aber auch selbst die sich bietenden Räume nutzen. Soweit die Theorie, die Praxis sah allerdings so aus, dass die Entlastung von Minute zu Minute weniger, der Druck des FSV immer größer wurde, was dann auch in der 78. Minute belohnt wurde, Patrick Feller stand dort, wo ein Torjäger zu stehen hatte und drückte den Abpraller über die Linie. Aber einen Pfeil hatte die Starkenburgia noch im Köcher und was für einen: einen sehr gut vorgetragenen Konter über Guthier und Tristan Röhrig versenkte abermals Lio Kubanza mit seinem achten Saisontreffer zur in dieser Phase völlig überraschenden abermaligen Führung (84.). Diese jetzt über die Zeit zu schleppen, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, sich reinzuwerfen in jeden Angriff, das war nun die Aufgabe, die die Starkenburgianer auch annahmen, um diesen „dreckigen Dreier“ mitzunehmen. Aber dann kam eben die 96. Minute und es wurde am Ende „nur“ ein Punkt.

Erste Mannschaft schlägt erstmals ein Spitzenteam

Starke Mannschaftsleistung bringt einen 4:0-(1:0)-Heimerfolg gegen den Vierten SV/BSC Mörlenbach

Von seinen bisherigen 11 Auswärtsspielen hat der SV/BSC Mörlenbach 10 gewonnen und einmal unentschieden gespielt, eine beeindruckende Bilanz, die ihr Ende aber auf dem Heppenheimer Galgen finden sollte. Denn die Starkenburgianer hatten sich fest vorgenommen, endlich auch einmal eines der Spitzenteams zu schlagen, um zu zeigen, zu was das Team in der Lage ist. Und dieses Vorhaben wurde von der ersten Minute an in die Tat umgesetzt: Mit einem sehr ballsicheren Aufbau- und variablem Positionsspiel dominierten die Gastgeber gegen tiefstehende und auf Konter lauernde Gäste von der ersten Minute an. Dennoch war es schwer, gegen die mit einer 5er-Kette verteidigenden Mörlenbacher zu klaren Chancen zu kommen, so dass es einer starken Einzelleistung Shkelqim Korbis bedurfte, um die überfällige Führung zu besorgen (23.). Danach allerdings verloren die Starkenburgianer etwas den Faden, spielten zu kompliziert, so dass Mörlenbach über die daraus folgenden Zweikämpfe besser in die Partie fand. Doch mehr als die eine oder andere von Spielertrainer Riza Aydogan gefährlich getretene Standardsituation ergab sich dennoch nicht, so dass die 1:0-Pausenführung der Gastgeber mehr als verdient war. Und die Heppenheimer knüpften auch direkt nach dem Wiederanpfiff des souveränen Schiedsrichters Jüch an die Leistung der ersten halben Stunde an, diesmal aber mit mehr Effektivität: Gleich mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff über die rechte Seite fand Astrit Kryeziu mit seiner Hereingabe Shkelqim Korbi am langen Pfosten, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 2:0 einschoss (50.). Mörlenbach versuchte nun zwar mehr Druck aufzubauen, brachte eine zweite Spitze, doch die Starkenburgianer ließen defensiv kaum etwas anbrennen. Im Gegenteil, bei besten Konterchancen zeigten sie Nerven und versäumten es somit mehrfach, mit dem 3:0 den Deckel draufzumachen. So dauerte es bis zur 75. Minute, als sich Lio Kubanza beherzt durchsetzte und eiskalt zur Entscheidung einnetzte. Jens Schuchmann war es vorbehalten per Kopf nach einer Ecke von Nils Wadowski für den letztlich auch in der Höhe verdienten 4:0-Heimerfolg zu sorgen (90.). „Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung und das Team hat gezeigt, zu was es in der Lage ist. Nun wollen wir auch kommende Woche in Rimbach einem absoluten Spitzenteam Paroli bieten“, geht es dem Trainerteam aktuell vor allem darum, die Mannschaft Woche für Woche in der Breite immer stabiler zu machen und eine gewisse Siegermentalität zu entwickeln.

Erste Mannschaft mit souveränem Auswärtsauftritt

4:1-Sieg beim SC Rodau dank einer konzentrierten und konsequenten Leistung

Nach der verdienten Niederlage gegen den Tabellenführer ging es für die Starkenburgianer auf dem großen Rasenplatz in Rodau darum, direkt wieder in die Spur zurückzufinden. Dabei war klar, dass dies gegen die Gastgeber, die sich durch ihre 10 Punkte aus den sechs Spielen nach der Winterpause aus der akuten Abstiegsgefahr befreit haben, kein Selbstläufer werden würde. Doch die Mannschaft des Trainerduos Becker/Schmitt ging die Partie von Anfang an sehr fokussiert an und belohnte sich schnell: Abel Abdelkader behauptete sich im Strafraum der Gastgeber und legte auf Luca Widera ab, der mit seinem 17. Saisontreffer zur frühen Führung einnetzte (5.). Allerdings antwortete der SC Rodau schnell und zeigte, warum er so beständig punktete in den vergangenen Spielen: ein guter langer Ball auf Außen, eine präzise Flanke, Mamadou Bah läuft gut ein und trifft per Kopf zum Ausgleich (12.). Aber die Kontrolle über die Partie blieb weiterhin bei der Starkenburgia, die gegen den Ball kompakt und kompromisslos verteidigte und umgekehrt für die Gastgeber kaum zu greifen war. Den ausschlaggebenden Unterschied sollten dann aber vor allem die Standards an diesem Nachmittag machen, denn während Rodau aus den seinen zu wenig machte bzw. auch am aufmerksamen Starkenburgia-Keeper Timo Rothermel scheiterte, zeigten sich die Starkenburgianer in Sachen ruhender Ball diesmal sehr effizient. Dabei trat vor allem Kapitän Pascal Guthier in Erscheinung: Zunächst war es seine Ecke, die Astrit Kryeziu zur erneuten Führung nutzte (17.), dann war es der gerade eingewechselte Lio Kubanza, der mit seinem ersten Ballkontakt eine Freistoßflanke von Guthier verwertete (29.). Mit diesem 3:1 ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel hatte Rodau zwar mehr Ballbesitz und versuchte Druck aufzubauen, aber wirklich gefährlich wurde es kaum vor dem Starkenburgia-Tor. Im Gegenteil: Ein weiterer ruhender Ball, Pascal Guthier nahm ganz genau Maß und das Leder segelte für den SC-Keeper ganz unangenehm an Freund und Feind vorbei ins lange Eck – das 4:1 war denn auch die Entscheidung (71.). In der Schlussphase gab noch Luis Calvo sein Comeback, so dass der einzige, aber natürlich umso schwerwiegendere Wehrmutstropfen an diesem Tag die verletzungsbedingte Auswechslung von Torjäger Luca Widera war, bei dem nun zu hoffen bleibt, dass die Verletzung sich als nicht so schlimm wie zu befürchten herausstellt.

Tabellenführer eine Nummer zu groß

Erste Mannschaft bekommt von SG Lindenfels bei der 0:3 (0:2)- Heimniederlage Grenzen aufgezeigt

Im Fußball zählen Ergebnisse und wer von 23 Ligaspielen 19 gewonnen hat, hat im bisherigen Verlauf der Saison noch nicht allzu viel falsch gemacht und darf wohl auch nach einem gewonnenen Spiel auf dem Galgen zurecht „Spitzenreiter“ skandieren. Und da es auch eine sehr löbliche Tugend ist, zu wissen, was man nicht kann, ist ein probates, wenn nicht gar cleveres Vorgehen, sich auf das zu fokussieren, was man gut kann und genau dies ist es, was die SG Lindenfels/Winterkasten am Ende des Tages vermutlich zum Meister und dann auch verdienten Aufsteiger machen wird. Denn schlussendlich zählt eben das Ergebnis und oftmals schlägt auch Mentalität Qualität und wer das Spiel am Sonntag gesehen hat, weiß wovon hier geschrieben wird. Die Starkenburgianer zeigten sich von Beginn an gewillt, dem Favoriten Paroli zu bieten und wollten mit dem Selbstbewusstsein aus zuletzt drei Siegen auch gegen die SG unbedingt punkten. Und so übernahmen sie auch von Beginn an die Spielkontrolle, ließen den Ball ordentlich laufen, die Gäste bekamen kaum Zugriff. Aber sie lassen sich eben auch nicht aus der Ruhe bringen, verteidigen in solchen Phasen konsequent und rigoros – der eine oder andere Ball dürfte immer noch in den Weiten der Weinberge unterwegs sein – und warten auf ihre Chance. Und die erste davon nutzten sie dann auch sehenswert, einen klaren und zielstrebigen Angriff verwertete Stephan Weber mit einem satten Schuss (10.). Und das war dann auch für lange Zeit die einzig nennenswerte Offensivaktion des Tabellenführers, der sich aber auf seine stabile und eben kompromisslose Defensive verlassen konnte, bei allerdings auch überschaubarer Zielstrebigkeit im Starkenburgia-Angriffsspiel. Und so überließen die Gäste der Starkenburgia weitgehend den Ball und warteten auf ihre nächste Chance und die servierten die Heppenheimer ihnen auf dem Silbertablett: Ballverlust im Spielaufbau, Keeper Yannick Abancourt kann nur noch mit einem Foul reagieren, der Elfmeter von Andre Woerle sitzt sicher (38.). Das nennt man dann wohl eiskalte Effizienz, erkennbar dabei aber auch die hohe Qualität und Wucht im Offensivbereich der SG. Und die Starkenburgianer: Spielten auch in der zweiten Halbzeit munter und gefällig mit, aber viel mehr als der eine oder andere mehr oder weniger gefährliche Abschluss aus der zweiten Reihe oder aber Jason Milius 1-1-Situation gegen SG-Keeper Johannes Daum, sprang eben nicht heraus und da auch diese nicht zum zählbaren Erfolg führten, gab es am Ende noch ein unglückliches Eigentor zum 0:3-Endstand. „Sicherlich ist der Sieg um 1-2 Tore zu hoch ausgefallen, aber verdient ist er allemal, da die SG einfach mit ihren Mittel stets gefährlicher war als wir“, zeigten sich die Starkenburgia-Trainer bemüht um eine objektive Einordnung. Und als Erkenntnis bleibt: Wer im Fußball am Ende gewinnt, hat wohl alles richtig gemacht. Zumindest kurzfristig und die Fragen der Entwicklung und auch die, ob der Zweck wirklich alle Mittel heiligt, bleiben einfach mal im Raume stehen. Für die Starkenburgianer indes gilt es, die auch in diesem Spiel erkennbaren guten spielerischen Ansätze immer weiter zu forcieren und sie zielstrebiger zum Abschluss zu bringen. Ansonsten hat man wenig Argumente, sondern verhungert am Ende an der vermeintlichen Schönheit brotloser Kunst.