1a macht beim Tabellenzweiten VfL Birkenau sehr gutes Spiel, bleibt aber zu harmlos, 1b bietet Tabellendritten Paroli
„Ich habe schon viele Spiele in Birkenau erlebt, aber selten eine Starkenburgia-Mannschaft in allen Belangen so überlegen gesehen. Dennoch hat am Ende der VfL das Spiel verdient gewonnen, denn aus all unserer Überlegenheit sind wir einfach nicht gefährlich genug geworden“, zog Starkenburgia-Trainer Christian Schmitt nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft beim Tabellenzweiten ein zweischneidiges Fazit: Einerseits war er mit seiner Mannschaft vollauf zufrieden, sie gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe, zeigte eine spielerisch starke Leistung mit weit mehr Ballbesitz als der Gegner, aber was dabei am Ende herauskam, war eben einfach zu wenig, um sich mit Punkten zu belohnen. „Und das zählt eben am Ende, Birkenau hatte genau ein Mittel, um heute zu einem Tor zu kommen und das waren die weiten Einwürfe von Torben Schmidt und dies haben sie einmal genutzt.“ Damit gingen die Gastgeber nach 18 Minuten in Führung, die Starkenburgia-Offensive mit Lukas Grieser, Anil Özdemir, der nach einer knappen halbe Stunde aufgrund einer Nasenverletzung durch Enver Requica ersetzt wurde, und Bakthyiar Hashim setzte der VfL-Defensive immer wieder zu, auch im Mittelfeld zeigten sich Fynn Langer, Felix Walter und Tristan Röhrig spielfreudig und griffig in den Zweikämpfen, aber es nutzte letztlich nichts, denn im letzten Drittel konnte Birkenau immer wieder klären oder die Abschlüsse der Starkenburgianer waren zu harmlos. Nach dem Wechsel gab es eine kurze Phase, in der auch Birkenau spielerisch am Spiel teilnahm, aber auch die letzte halbe Stunde gehörte klar den Starkenburgianern, die immer wieder von hinten heraus ihre Angriffe aufbauten, Birkenau bekam im Mittelfeld überhaupt keinen Zugriff, diesen behielten sie aber in ihrem letzten Drittel und somit verdienten sie sich am Ende diesen knappen Sieg. „So ist das dann halt auch, wenn eine Mannschaft oben steht und einen Lauf hat, wir müssen uns das alles aktuell hart erarbeiten. Aber das Team gibt Gas, versucht sich immer weiterzuentwickeln, zahlt aber eben momentan auch immer wieder Lehrgeld“, weiß der Coach aber, dass hier auch wieder andere Zeiten kommen werden.
Allerdings wird es in den kommenden beiden Spielen in dieser Woche keinesfalls leichter, denn am Donnertagabend muss das Team zu einer weiteren Spitzenmannschaft nach Lörzenbach (19:30 Uhr). „Die SG ist für mich neben der SG Unter-Abtsteinach der absolute Topfavorit der Liga mit einem herausragend besetzten Kader“, weiß Schmitt, dass die Trauben dort sehr hoch hängen. Und am Sonntag kommt dann mit der SG Reichenbach das Überraschungsteam der Liga auf den Galgen (14:45 Uhr), das aktuell auf einem herausragenden dritten Platz rangiert.
FC Starkenburgia Heppenheim: Yannick Abancourt, Nils Wadowski, Fynn Langer, Felix Walter (75. Florian Stiepel), Steven Pecerin, Arda Sarikabadayi, Astrit Kryeziu, Tristan Röhrig, Lukas Grieser (80. Erlind Korbi), Anil Özdemir (37. Enver Reqica), Bakhtyiar Hashim – Trainer: Christian Schmitt
Tore: 1:0 (18.)
Auch die 1b traf bei Olympia Lorsch 2 auf ein Spitzenteam in ihrer Liga und zog am Ende mit 1:3 den Kürzeren. Dennoch zeigte das Team von Markus Röcker und Tanino Cammilleri auch dank einiger Unterstützung der A-Junioren und dem einen oder anderen Rückkehrer ein besseres Gesicht als zuletzt. Trotzdem gingen die Gastgeber nach einer Standardsitution in der 16. Minute in Führung, als der Abpraller von der Latte von einem Olympia-Angreifer verwertet wurde. Nach einer guten halben Stunde erhöhten die Gastgeber auf 2:0, womit es auch in die Pause ging. Nach dem Wechsel kamen die Starkenburgianer nach einem Konter über Luis Calvo und Lars Tremper, den Dominik Decker veredelte, zum Anschluss (59.). Doch in der Schlussphase konnte die Olympia die Partie zu ihren Gunsten entscheiden (88.).
FC Starkenburgia Heppenheim II: Timo Rothermel, Marc Bezouska, Dominik Decker, Jean-Luca Knaup, Benjamin Münch (46. Jonas Neher), Matteo Meister, Felix Greil, Luis Calvo (60. Maximilian Maier), Simon Buch (46. Luis Crößmann), Erik Rudert (71. Simon Buch), Lars Tremper – Trainer: Markus Röcker – Trainer: Tanino Cammilleri
Tore: 1:0 Luca Gaggiano (19.), 2:0 Luca Gaggiano (41.), 2:1 Dominik Decker (61.), 3:1 Torben Gatscha (89.)
