Das Team zeigt sich dennoch formverbessert und präsentierte sich wieder geschlossen als Mannschaft.
Ein Derby ist immer etwas ganz Besonderes. Zumal man dem mittlerweile Tabellenführenden Auerbach den möglichen Aufstieg noch vermiesen könnte. Die A-Junioren aus Heppenheim machen aktuell eine schwierige Entwicklungsphase durch. Die Leichtigkeit fehlt, der Kopf ist zu schnell verunsichert, die Leidenschaft nur schwer zu erkennen. Zudem fielen die Gegentore zuletzt viel zu einfach. Obwohl die gegnerischen Mannschaften nicht mehr Torchancen als die Heppenheimer herausspielten, zeigten sich die Gegner zuletzt deutlich effektiver.
In das Derby kamen die Heppenheimer bei sommerlichen Temperaturen gut rein. Sie zeigten sich in Ballbesitz sicher, beherrschten das Spiel in der Anfangsphase. Lediglich der zuletzt vermisste Killerinstinkt vor dem Tor fehlte. Die Hausherren aus Auerbach nutzten ihre erste Torchance direkt eiskalt (15.) und konnten durch einen fatalen Anstoß der Heppenheimer direkt das 2:0 nachlegen (16.). Von diesem Doppelschlag mussten sich die Heppenheimer erstmal erholen. Hinzu kam der nächste Schock, dass Mittelfeldmotor P. Adler in einem Zweikampf umknickte und mit dickem Knöchel ausgewechselt werden musste. In der vergangenen Woche hatte die Mannschaft gegen Nauheim nach solchen Nackenschlägen den Faden nicht wieder gefunden. Offensiv waren die Heppenheimer aber weiterhin fleißig unterwegs: L. Zeller, E. Korbi und M. Wisam hatten aussichtsreiche Chancen zu verkürzen. Kurz vor der Halbzeit erhöhten die Auerbacher durch einen Standard auf 3:0 (43.). Das Trainerteam beschwor die Mannschaft in der Halbzeit, dass trotz des Spielstandes nichts unmöglich ist und wir uns würdig bis zum Abpfiff präsentieren werden.
Ein unberechenbarer Flatterball ließ den starken Heppenheimer Keeper T. Walter unglücklich aussehen und Auerbach auf 4:0 (52.) stellen. Charakter zeigte die Heppenheimer Mannschaft! Die vielen Nackenschläge der letzten Wochen gingen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Zudem musste die Mannschaft immer wieder schwerere Verletzungen kompensieren. Die Mannschaft machte das aber ordentlich und war das spielstärkere Team – es fehlten aber die Tore. Das sehenswerteste Tor des Tages erzielte der Heppenheimer B. Gleiser (66.) nach toller Bewegung und Abschluss aus rund 23 Metern ins rechte Kreuzeck. Ein 4:2 oder 4:3 wäre auch noch möglich gewesen, wurde aber wieder knapp verpasst. Umgekehrt konnte Auerbach ihre achte Torchance ins fünfte Tor ummünzen. Die Chancenverwertung ist auch in diesem Spiel das entscheidende Kriterium gewesen. Trotzdem zeigte sich das Trainerteam stolz und resümierte: „Die Mannschaft hat alles gegeben, sich durch viele Rückschläge nicht beirren lassen und nicht aufgegeben. Jeder hat sich bis aufs Äußerste reingehauen und hatte am Ende dann auch Krämpfe. Es ist eine verflixte Rückrunde, in der die Mannschaft nicht wie gewohnt performt. Sie zeigt sich aber lernwillig, steckt nicht auf und muss mit diesen Lektionen weiterlernen. Die Mannschaft ist sehr jung und der physische Unterschied dann doch hin und wieder markant. Beispielhaft kann die Startelf des Derbys herangezogen werden: 2x 2007, 5x 2008, 4x 2009. Hinzu kommen über die letzten Monate hinweg zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle. Dadurch fallen wichtige Stützen der Mannschaft weg. Beispiele hierfür sind etwa L. Crößmann, S. Tutic, L. Frank, M. Schwarz, A. Bert und nun auch P. Adler. Diese Phase ist ein wichtiger Entwicklungsschritt auch wenn es nicht nach den eigenen Vorstellungen läuft weiter zu machen und sich als Team zu präsentieren und sowohl fußballerisch als auch menschlich weiter zu wachsen.“
Eingewechselt wurden: M. Lerchl, N. Goitom, R. Ziolko, L. Crößmann und A. Ünal.
Die Saison dürfen die Heppenheimer in zwei Wochen (So. 17.05, 11:00h) bei RW Darmstadt II beenden.
