Zwei 1:0-Siege in den Spitzenspielen

Sowohl 1a als auch 1b behaupten sich verdient mit 1:0

Als „angeschlagenen Boxer“ hatte sich der TSV Aschbach vor der Partie bei der Starkenburgia selbst bezeichnet. Und tatsächlich taumeln die Überwälder, die als Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung in die Winterpause gegangen waren, seit Wiederbeginn ergebnistechnisch und lagen vor der Partie bei der Starkenburgia mittlerweile sechs Punkte hinter dieser. Die Vorzeichen waren also klar vor dem Aufeinandertreffen des aktuellen Tabellenführers mit dem Dritten: Kann der TSV noch einmal zurückschlagen oder gelingt es der Starkenburgia, dem Gegner einen vorentscheidenden Schlag zu versetzen?

Aschbach jedenfalls präsentierte sich von Beginn an kämpferisch, suchte und fand die Zweikämpfe, stand defensiv kompakt mit einer Fünferkette und suchte sein offensives Glück über drei Spitzen, die immer wieder über Diagonalbälle eingesetzt werden sollten. Die Starkenburgianer waren wie immer von Anfang an um Spielkontrolle bemüht, hatten mehr Ballbesitz und kamen auch zu ersten Chancen, wobei sich Gästekeeper Jan Pfeifer bei zwei starken Abschlüssen von FC-Kapitän Shkelcim Korbi mit tollen Reflexen auszeichnete. Die beste TSV-Chance machte Starkenburgia-Torhüter Yannick Abancourt zunichte, als er bei einem Konter gut reagierte. Für die Führung der Gastgeber sorgte einmal mehr ein kongeniales Duo: Nils Wadowski fand mit einer sehr genau getimten Flanke die Lücke in der TSV-Dreierkette, Luca Schemel war richtig eingestartet und vollstreckte per Kopf (21.). Somit ging es aufgrund der insgesamt leichten Vorteile für die Starkenburgia mit einer nicht unverdienten Führung in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel zunächst das gleiche Bild, doch Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Aschbach nochmals die Intensität und das Risiko, das Spiel wurde hektischer, die Starkenburgianer verloren nun etwas die Spielkontrolle, ohne dass Aschbach jedoch zu wirklich klaren Abschlussaktionen kam. Da der Schiedsrichter auf beiden Seiten von einem jeweils eventuell möglichen Elfmeterpfiff absah, sahen die rund 160 Zuschauer, die diesem intensiven Spitzenspiel einen würdigen Rahmen verliehen, keinen weiteren Treffer, so dass die Starkenburgianer den „angeschlagenen Boxer“ ein weiteres Mal auf die Bretter schickten und den Abstand zu Aschbach auf neun Punkte erhöhen konnten. Aber der TSV wird sicherlich wieder aufstehen und bis zum Ende der Runde kämpfen. Für die Starkenburgia gilt es weiter von Partie zu Partie zu schauen und sich schadlos zu halten. Nächste Woche geht es zum TV Lampertheim, der seit der Winterpause und neuem Trainer erfolgreich gegen den Abstieg kämpft. Also wieder ein gefährlicher Gegner!

FC Starkenburgia Heppenheim: Yannick Abancourt, Nils Wadowski, Jens Schuchmann, Nils Wegner (74. Maximilian Samstag), Fynn Langer, Felix Walter, Astrit Kryeziu, Tristan Röhrig, Julian Meister, Shkelcim Korbi (65. Bakhtyiar Hashim), Luca Schemel (65. Luca Widera) – Trainer: Christian Schmitt – Trainer: Marco Becker
Tore: 1:0 Luca Schemel (21.)

Für die 1b war das Spiel gegen den Tabellenführer TG Jahn Trösel 2 bereits eine entscheidende Partie, denn bei einer Niederlage wäre die TG wohl uneinholbar enteilt, selbst ein Unentschieden hätte die Chancen der Starkenburgianer auf die Meisterschaft auf ein Minimum sinken lassen. Dementsprechend hochmotiviert gingen die Heppenheimer das Spiel an, trafen aber auch auf einen Gegner, der von Beginn an zeigte, warum er an der Tabellenspitze steht. Somit entwickelte sich eine umkämpfte, auf für die Liga extrem hohem spielerischen und taktischen Niveau stehende Partie. Kurz vor der Pause hätten die Starkenburgianer einen Foulelfmeter bekommen müssen, als Gernot Brunken einen Tick vor dem Torhüter der Tröseler am Ball war, dieser ihn dann legte. Der Pfiff blieb allerdings aus. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber den Druck, das Trainerteam Markus Röcker und Tanino Cammilleri wechselte offensiv, brachte mit Deniz Kocer, Luca Widera und Timmy Vaughan zusätzliche Stürmer, was kurz vor Schluss verdientermaßen auch noch belohnt wurde: Luca Widera war durch und behielt vor dem Gästekeeper mit einem überlegten Lupfer die Nerven (88.). Der Jubel war entsprechend groß nach dem Schlusspfiff, nun gilt es in den übrigen Partien sich keinen Ausrutscher mehr zu leisten um die noch bestehende Chance auf die Meisterschaft zu wahren.

FC Starkenburgia Heppenheim II: Timo Rothermel, Marc Bezouska, Maximilian Samstag, Daniel Tschekalin, Markus Wohlfeil, Luis Calvo (80. Timothy Vaughan), Jason Milius (63. Deniz Kocer), Lioney Kubanza Sota, Lars Tremper, Gernot Brunken, Yavuz Sener (70. Luca Widera) – Trainer: Markus Röcker – Trainer: Tanino Cammilleri

Ein großer Starkenburgia-Kreisel nach den beiden wichtigen Siegen!