1899

jakob becker Jakob Becker, Mitbegründer und 1. Vorsitzende der Starkenburgia, lebte zuletzt als Architekt in Kempten im Allgäu.

Die Anfänge der Starkenburgia 1899

Der kleine Albrecht Kleemann, Schüler der Oberrealschule in der Gräfstraße (heute Martin-Buber-Schule), brachte den ersten richtigen Lederfußball aus Leipzig nach Heppenheim. Kleemann war Mitbegründer; er stammte aus dem heutigen Lautertal-Elmshausen.

Gekickt wurde in der Gräffstraße, wo Gründer und 1. Vorsitzender Jakob Becker wohnte (Backsteinhaus zwischen Graben und Wilhelmstraße), außerdem zwischen Hessischem Hof, Ecke Untere Gartenstraße und Gräffstraße.

 
 
 
 

1900

 
historie-1-mannschaft-1900 Die erste Seniorenmannschaft der Starkenburgia im Jahr 1900

"Fairness und Kameradschaft". Die erste Seniorenmannschaft der Starkenburgia im Jahr 1900. Gründung des Fußballclubs „Starkenburgia“ Heppenheim; Gründer und 1. Vorsitzender Jakob Becker. Er lebte zuletzt in Kempten/Allgäu als Architekt. 1922 zog er von Heppenheim weg.

Die Mitbegründer sind auf dem Foto aus dem Jahre 1900 / 1901. Auf Antrag an die Stadtverwaltung erhielt der neu gegründete Fußballclub ein für die Landwirtschaft weniger ertragreiches saueres Wiesengelände in den damaligen Stadtwiesen, südlich der Lorscher Straße als Sportplatz durch Bürgermeister Höhn zugewiesen.

Die Torhölzer mussten vor jedem Spiel an- und danach wieder abtransportiert werden (westlich der heutigen Straße der Heimkehrer). 82 Vereine gründeten am 26. Januar 1900 in Leipzig den Deutschen Fußballbund. 1. Vorsitzender war Dr. Hüpper.

Die Starkenburgia dürfte ein bis zwei Monate später gegründet worden sein, da bereits seit 1899 mit dem richtigen Lederfußball in den genannten Straßenabschnitten „gekickt“ wurde. Im gleichen Jahr wie die Starkenburgia wurden ruhmreiche Clubs, wie SV Werder Bremen, FSV Frankfurt, Stuttgarter Kickers, Schwarz-Weiß Essen, Tasmania Berlin, FC Bayern München, 1.FC Kaiserslautern, 1.FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach aus der Taufe gehoben. In Hessen spielten vorher lediglich FC Hanau 93, VfL Germania 1984 Frankfurt und der SV Darmstadt 98 mit dem runden Leder, dem Fußball. In dieser Zeit waren Mitbegründer und nacheinander 1. Vorsitzende: Jakob Becker, Heinrich Listmann, Willi Schül, Peter Falter, Ferdinand Spannhaus (ab 1907), LudwigOberndorf, Heinrich Drackert und Fritz Schäfer.

1907 

Es herrschte Krisenstimmung. In dieser Zeit vermutlich auch deshalb, weil sich ein weiterer Fußballclub zu rekrutieren beabsichtigte; die „Viktoria“. Spannhaus und Oberndorf hielten die Starkenburgia zusammen und gaben ihr neuen Auftrieb

1910

Die zwei bis drei Jahre existierende „Viktoria“ löste sich auf und schloss sich der Starkenburgia an.

1914

Beginn des 1. Weltkrieges (1914-1918). Der Spielbetrieb wurde nur noch notdürftig aufrechterhalten. In den ersten Kriegsjahren halfen Spieler aus Bensheim, Lorsch und Umgebeung aus

1916

In diesem Jahr wird jeglicher Fußballbetrieb der Starkenburgia eingestellt.

Zwischen den Kriegen die Starkenburgia wächst 1919

Willi Holzamer fungierte als 1. Vorsitzender. Es war der Bruder von Hans Holzamer, Lehrer, Dichter und Verfasser der Heppenheimer Sommernächte in den 30er Jahren, außerdem Bruder von Otto Holzamer (1948 bis 1954 Bürgermeister von Heppenheim). Hans Keil fungierte als Jugendleiter und erreichte ab 1920 bereits die ersten Jugendmeisterschaften für die Starkenburgia. Seine gute Jugendarbeit reichte bis Anfangs der 30er Jahre. Spielerisch neuen Auftrieb erhielt die Starkenburgia durch die Brüder Willi, Hans und Otto Holzamer, nachdem 1918 bereits wieder der Spielbetrieb aufgenommen war.

1920

Erringung verschiedener Jugendmeisterschaften.

1922

1. Vorsitzender ist Fritz Schäfer

1923

Bis zum 7. März 1925 ist Franz Keil 1. Vorsitzender (Schreinermeister). Das Wohnhaus mit Werkstatt war an der Ecke Lehrstraße/Heinrichstraße. Während des 2. Weltkrieges war er Erster Beigeordneter nachdem Bürgermeister Köhler zum Kriegsdienst einberufen wurde.

1925

Bei der Generalversammlung am 7. März 1925 wird Dr.med. Josef Berg zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im Jahre 1925 ist aktenkundig, dass sich die Starkenburgia als Fußballclub teils mit „k“ und teils mit „c“ schrieb.

"Der Galgen"

Der Galgen ist bis heute der Sportplatz der Starkenburgia, aber nur noch für den Spielbetrieb der Jugend. Einweihung des Sportplatzes am Galgen (Geländekauf, Finanzierung und Errichtung des Platzes eigens durch den Verein).

Die Starkenburgia musste aus finanziellen Gründen am kostspieligen problematischen Hang bauen (bis dahin nasse Stadtwiesen). Das Gelände unmittelbar östlich der Bundesstraße 3 „Am Galgen“ kostete damals 0,50 Reichsmark pro qm. Der Verein jedoch konnte nur 0,35 Reichsmark finanzieren (eigene Mittel und Kapitalmarktmittel der Bezirkssparkasse). Das Gelände für den Sportplatz am Galgen mit insgesamt 11.793 qm wurde für 4127,55 Reichsmark käuflich erworben.

Der Bau des Sportplatzes am Galgen kostete die Starkenburgia 18´115,50 Reichsmark. Hiervon betrugen die Planierungskosten alleine bereits 4939,40 Reichsmark.

27. Mai 1925

Erster offizieller Eintrag ins Vereinsregister beim Hessischen Amtsgericht in Lorsch: Fußballklub „Starkenburgia“ e.V. mit Sitz in Heppenheim a.d.B. Das Vereinsvermögen ist mit 200.- Reichsmark angegeben; Sitz der Verwaltung ist Heppenheim, Kleiner Markt 2.

1. Vorsitzender prakt. Arzt Dr. med. Josef Berg

2. Vorsitzender Schreinermeister Franz Keil

1. Schriftführer, Betriebsleiter Karl Schobert

2. Schriftführer, Bäckermeister Heinrich Freibgerger

1. Rechner, Stadtkassenassistent Johannes Sauerwein

2. Rechner Kaufmann Heinrich Voßler

Beisitzer Schneidermeister Leonhard Stein

Beisitzer Buchdruckereibesitzer Johannes Weimar

Beisitzer Kaufmann Leonhard Brendle

Beisitzer Friseur Paul Baier

„Starkenburgia-Stiftungsfest“ (25-jähriges Jubiläum am 23. August 1925)

  • Festzug der Fußballer zum Galgen, voran die Musikkapelle des Reichswehr-Regiments 35
  • Fußballturnier um einen gestifteten Pokal: Teilnehmer: „Pfalz“ Ludwigshafen, SV Darmstadt, VfB Heidelberg, FC Starkenburgia Heppenheim
  • Festakt im „Goldenen Anker“, Georg Vettel, Friedrichstraße 24 (Saal über dem heutigen Ladengeschäft); es war die erste offizielle Veranstaltung der Starkenburgia, Festredner war Kaptän Schneider.
  • Einweihung des Gedenksteines auf dem Sportplatz am Galgen zur Erinnerung an die im 1. Weltkrieg gefallenen und vermissten Starkenburgianer; Kranzniederlegung.

Die Starkenburgia-Jugend veranstaltet ein Turnier, an dem Vereine wie VfR Mannheim, 1. FC Nürnberg, SV 07 Waldhof Mannheim, SV Darmstadt 98, FC Pforzheim und die Starkenburgia teilnahmen. Opernsänger Sally Friedmann (alter Starkenburgianer) vom Städtischen Schauspielhaus in Aachen gibt einen unterhaltsamen Abend in Wurth´s Garten (heute Saalbau) zu Gunsten der neuen Sportplatzanlage (20. August 1925). Nach 1918 war die Gaststätte „Thürauf“ in der Mainstraße (heutige Kalterer Straße) im Erdgeschoss des heutigen St.-Vinzenz-Klosters das Vereinslokal der Starkenburgia. Von dort ging es 1925 zum „Goldenen Anker“, Friedrichstraße. Vettels Schorch war ein schneller, trickreicher Stürmer in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg. Wegen seiner Sparsamkeit hieß er nur "De Knoche".

 

historie-1-mannschaft-1926 Die erste Mannschaft im Jahre 1926: Stehend von links: Schäufele, F. Schäfer, G. Keil, A. Pfleiderer, H. Holzamer, F. Schmitt, F. Vock, J. Andel, H. Bischoff. Sitzend: G. Vock, K. Herrmann, H. Wolf.

1926

Die Starkenburgia wird Kreismeister und Pokalsieger. Der von der Starkenburgia in Eigenleistung gebaute Sportplatz am Galgen, in den der Verein auch rund 6´000.- Reichsmark investierte, konnte angesichts finanzieller Engpässe nicht mehr gehalten werden. Der Sportplatz ging mit allen finanziellen Belastungen an die Stadt Heppenheim über. Der Spielbetrieb blieb jedoch weiterhin sichergestellt.

1927

1. Vorsitzender wird Schreinermeister Franz Keil. Die Starkenburgia spielt in der Kreisliga.

1930

Fabrikant Dr. Emil Vogel wird in der Generalversammlung am 17. Mai 1930 zum Vorsitzenden gewählt.

1931

Mit dem Bau des Schwimmbades wurde im gleichen Jahr der angrenzende „Sportplatz am Schwimmbad“, ein Hartplatz, gebaut Ludwig Müller (Buchdrucker bei Fa. Otto, Graben) fungierte bis 1939 (Ausbruch des 2. Weltkrieges) als Jugendleiter.

1932

Die A-Jugend und die Schülerelf erringen die Meisterschaft in ihren Spielklasse. Jugendleiter Ludwig Müller, ein treuer Starkenburgianer, engagierte sich wieder nach dem 2. Weltkrieg bis zu seinem Tod durch einen tragischen Unfall.

 

historie-a-jugend-1932-33 Meister Gruppe Ried 1932/33 - A-Jugend: Anton Daum, Willi Schranz, Willi Martin, Willi Gremm, Rothermel, Georg Graber, Robert Bartsch, Karl Vock, Rudolf Eck, Georg Jakob, Erwin Weis, Johann Bauer, H. Hamm.

1934

Die Starkenburgia hat wieder talentierte Spieler in ihren Reihen: Josef Schmitt (Südwestauswahlspieler), Emil Krastel, Friedel Gärtner, Willi Hörner, Franz Christ, Willi Jäger, Hans Katzenmaier, Hans Ehrhart.

1935

Vorsitzender wird Albert Viehmann, Prokurist im Tonwerk. Er blieb es bis zur Einstellung des Spielbetriebes der aktiven Mannschaften im 2. Weltkrieg, etwa 1940 / 1941.

Starkenburgia im 2.Weltkrieg 1939

Ausbruch des 2.Weltkrieges (1.September 1939 bis 8.Mai 1945)

1942

Letztes Spiel der Starkenburgia in Einhausen mit folgender Mannschaftsaufstellung: Fritz Nees, August Krumbein, Reinhold Vollrath, Fritz Breth, Hans Katzenmaier, Heinrich Ried, Heinz Schäfer, Josef Brendle, Franz Christ, Walter Schmitt, Karl Busch. Der Spielbetrieb hat sehr unter dem 2. Weltkrieg gelitten. Ab 1943 wurde er dann vollständig eingestellt.

1943 bis 1945

kriegsbedingt keine Jugendarbeit und kein Spielbetrieb.

1944

Karl Fucke ist nach dem 2. Weltkrieg der erste Jugendleiter, kurze Zeit war dies auch Ludwig Müller.

1945

Ende des unseligen Krieges (8. Mai). Der Chronist erlebte es als Kriegsgefangener Auf einem Transportschiff im Hafen von New York. Die traurige Bilanz des 2. Weltkrieges: 56 Starkenburgianer gefallen, vier vermisst.

Der Aufbruch in besser Zeiten

historie-1-mannschaft-1942 Die erste Mannschaft nach dem 2.Weltkrieg spielte ihr erstes Spiel gegen den Fussballklub aus Fürth. Gegen Rot-Weiß Frankfurt aber hatte man das Nachsehen in der Vorentscheidung des Hessenpokals und verlor 4:2.

1946

Von 1945 bis 1947 war das Vereinslokal in der Gaststätte „Zur Zukunft“ (Ecke Briefelstraße/Niedermühlstraße). Dann war es kurze Zeit im Café „Dusch“ (früher Opel Stumpf). Noch im gleichen Jahr ging es zur Gaststätte „Bilgeri“ (Ecke Jakob-Maier-Straße/Georgenstraße). Die erste Mannschaft nach dem 2. Weltkrieg spielte ihr erstes Spiel gegen den Fussballklub aus Fürth. Gegen Rot-Weiß Frankfurt aber hatte man das Nachsehen in der Vorentscheidung des Hessenpokals und verlor 4:2. Erstmals Auftakt einer Pokalrunde und erstes Spiel der Starkenburgia war beim FC Fürth. Die Starkenburgia kam in die Vorentscheidung gegen Rot-Weiß Frankfurt. Dieses Spiel um den Hessenpokal verlor man mit 4:2 Toren. Auch in der Presse waren Proteste gegen den Schiedsrichter laut geworden, der gegen die Starkenburgia „geschiedsrichtert“ haben soll; denn für das Endspiel seien schon die Plakate gedruckt gewesen; nämlich Rot-Weiß Frankfurt gegen FSV Frankfurt.

1947

Ehemalige Spieler kamen aus der Kriegsgefangenschaft zurück; Karl Busch aus englischer, Willi Hörner, Franz Christ und Klaus Horschler aus russischer. Die Ortssportgemeinschaft erlässt am 1. März 1947 ihre erste Satzung. Diese Satzung ist auch für die Starkenburgia gültig. Ende Oktober stand die 1. Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz. Mit Karl Busch als Mittelstürmer und weiteren Veränderungen innerhalb der Mannschaft wurde der Klassenerhalt geschafft. Trainer war Hans Fleischmann, ehemals VfR Mannheim.

1948

Die Starkenburgia wurde wieder ein selbstständiger Verein. Ab 1945 wurde unter „Ortssportgemeinschaft“ gespielt. Auch andere Vereine machten sich wieder selbstständig. Hans-Peter Schranz wird 1. Vorsitzender. Mit der Währungsreform am 20. Juni 1948 löste die Deutsche Mark (DM) die Reichsmark ab. Die Lebensmittelbewirtschaftung, die seit 1939 (Kriegsbeginn) bestanden hatte, wurde aufgehoben. Es galt fortan die soziale Marktwitschaft. Wahl der Bergsträßer Fußballkönigin.

1949

Am 27. Dezember 1949 erfogt der erste Eintrag der Ortsspielgemeinschaft im Vereinsregister des Amtsgerichts in Bensheim. Johann Strauch fungierte als Vorsitzender und Johann Roth als stellvertrender Vorsitzender. Am 27. Dezember 1949 erfogt der erste Eintrag der Ortsspielgemeinschaft im Vereinsregister des Amtsgerichts in Bensheim. Johann Strauch fungierte als Vorsitzender und Johann Roth als stellvertrender Vorsitzender.

historie-a-jugend-1949 A-Jugend-Kreismeister 1949/1950 auf dem Sportplatz am Galgen, Südseite. Von links nach rechts: Herbert Wünsch (Jugendleiter) Karl Pfeifer, Peter Weis, Georg Allendorf, Hans Eberhard, Franz Wohlfart, Fred Vock, Hermann Waldi, Heinz Brümmer, Josef Fischer, Erich Weber, Alfons Gürtler, Karl Schmitt.

1950

A-Jugend-Kreismeister 1949/1950 auf dem Sportplatz am Galgen, Südseite. Die Sportgemeinschaft wird als Dachorganisation gegründet und feiert im Jahr 2000 zusammen mit der Starkenburgia ihr 50-jähriges bzw. 100-jähriges Vereinsjubiläum. Vorsitzender Jean Strauch, 2. Vorsitzender Franz Schäfer. Die Starkenburgia wird Mitglied in der Sportgemeinschaft. Beim Jubiläum aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Starkenburgia ist der Verein zugleich 50 Jahre Mitglied in der Sportgemeinschaft Heppenheim. Die A-Jugend wird Kreismeister mit Fred Vock, Hans Eberhard, Heinz Brümmer, Josef Fischer, Franz Wohlfart, Hermann Waldi, Karl Pfeifer, Erich Weber, Peter Weis, Georg Allendorf und Alfons Gürtler. Vorsitzender im Jubiläumsjahr ist Hans-Peter Schranz, 2. Vorsitzender Johann Roth.

Die Starkenburgia feiert 50-jähriges Bestehen. Der Festkommers findet im Saalbau Kärchner, Wilhelmstraße (heute Saalbau-Lichtspiele) statt. Das Jubiläumsspiel bestritt die Starkenburgia gegen den damaligen Oberligisten VfL Neckarau, das mit 4:1 Toren verloren ging. Die Starkenburgia gibt ihr erste Festschrift heraus. Heinz Voßler, Werkmeister bei der Fa. Stöldt (Strickwarenfabrik) wird 1. Vorsitzender.

Otto Holzamer, Bürgermeister von 1952-1954. Er war selbst aktiver Starkenburgianer und brachte den Club mit seinen Brüdern nach dem 2.Weltkrieg wieder hoch und damit Ansehen.

Holzamer

1953

Die 1. Mannschaft spielt in der II. Amateurliga Darmstadt und belegt den fünften Tabellenplatz.

1954

Die Stadt errichtet am Galgen ein erstes, provisorisches Umkleidehaus in Holzkonstruktion durch die Firma Georg Vock (ehemaliger Spieler) mit fließendem kalten Wasser. Im Waschraum war ein runder Kunststeintrog montiert. Warmes Wasser? Immer noch Fehlanzeige.

1957

Abstieg der 1. Mannschaft von der Amateurliga in die A-Klasse.

1959

Erringung der Meisterschaft in der A-Klasse und Pokalsieger im gleichen Jahr unter Trainer Georg Schollmayer (Olympia Lampertheim). Bei den Aufstiegsspielen scheiterte man am KSV Urberach. Leonhard Trautmann löst Georg Schollmaaer als Trainer ab und trainiert die aktiven Mannschaften bis 1966. Wechsel des Vereinslokals von Georg Vettel, „Goldener Anker“, zu „Rothe Franz“ in die Lehrstraße. Gründung der Altherrenmannschaft (Soma I). Als Abteilsleiter fungiert Adam Bräunig. Das erste Spiel fand zum 60-jährigen Vereinsjubiläums gegen den TSV Hambach statt.

Metzendorf Wilhelm Metzendorf, der Bürgermeister von Heppenheim wurde 1967 zum Ehrenmitglied der Starkenburgia.

1960

Die Starkenburgia feiert Jubiläum aus Anlass des 60-jährigen Bestehens in festlichen Rahmen.

  • Festkommers im Hotel „Halber Mond“
  • Fußballturnier auf dem Sportplatz am Schwimmbad in Anwesenheit von Bundestrainer Sepp Herberger (15.06.1960 – 19.06.1960)
  • Gottesdienst
  • Festlicher Altherrenabend
  • Ehrung / Gedenken am Ehrenmal, beim Gedenkstein am Galgen und auf dem Friedhof am Grab von Günter Groh, der im Jahr zuvor (1959) völlig unerwartet verstarb.
  • Karl Busch zeichnete für die herausgegebene Festschrift verantwortlich
  • Der Kreisfußballtag im „Halben Mond“, ein würdiger Auftakt

1962

Der verdiente aktive Stammspieler der 1. Mannschaft, Walter Böse wechselt in den Jugendbereich und trainiert fortan die A-Jugend – sie spielt in der Kreisleistungsklasse – erstmals mit wöchentlich regelmäßigen Leistungsbezogenen Trainingszeiten. 1963 Der 1925 errichtete und als Domizil der Starkenburgia betriebene Sportplatz „Am Galgen“ wird aus historischen Gründen in „Zentgericht“ umbenannt.

1964

Karlheinz Schüßler, Redakteur beim Bergsträßer Echo, wird neuer 1. Vorsitzender.

1965

Walter Böse übernimmt das Amt des Jugendleiters, half bei den weiteren Jugend- und Schülermannschaften aus und testet dadurch den Leistungsstand. Drei Monate vor Saisonende übernimmt Walter Böse den verwaisten Spielausschussvorsitz. Der Klassenerhalt wurde durch einen 3:2 Sieg gegen den SV Mörlenbach in sprichwörtlich letzter Sekunde geschafft, und das nach einem 0:2 Rückstand.

1966

Wilhelm Metzendorf, der Bürgermeister von Heppenheim wurde 1967 zum Ehrenmitglied der Starkenburgia. Monatelang war der Verein nach dem Rücktritt von Karlheinz Schüßler ohne 1. Vorsitzender. Kaum jemand wollte sich bereit erklären den Vorsitz zu übernehmen. Die Starkenburgia befand sich in einem Tief. Die 1. Mannschaft kämpfte um den Klassenerhalt in der A-Liga. Das letzte Spiel gegen den SV Mörlenbach bescherte den Klassenerhalt. Es waren kaum noch Fuß- und Übungsbälle vorhanden. Damals sprang Altstarkenburgianer Karl Busch in die Bresche. Er wird kommissarischer 1. Vorsitzender.

Für die folgende Saison kamen Spieler wie Valentin Adrian, Karl Jäger, Erich Sedlatschek, Werner Reiter, Klaus Dein und der Hessenauswahlspieler Dieter Helfrich. Alte Starkenburgianer wie Ernst Pehr, Wolfgang Fink, Willi Jäger und Gerhard Schäfer wurden wieder zum Verein zurückgeholt. Mit dieser neu formierten Mannschaft wurde in der folgenden Saison der 2. Tabellenplatz erreicht. Vorsitzender Hermann Kohl setzte 1968 diesen Trend fort. Der im Jahre 1926 / 1927 aus finanziellen Gründen der Stadt Heppenheim überlassene Sportplatz „Am Galgen“ wurde von der Starkenburgia im Wege des Erbbaurechts auf 99 Jahre in Eigentum übernommen.

1967

In Anerkennung und Würdigung der Verdienste um den Sport in Heppenheim ernennt die Starkenburgia Bürgermeister Wilhelm Metzendorf, Stadtverordnetenvorsteher Franz Müller und den 1. Vorsitzenden der Sportgemeinschaft Heppenheim Andi Dietl zu Ehrenmitgliedern. Erster Präsident wird Dr.med. Peter Ohle, Sportarzt in Heppenheim. Am 3. Juni 1967 erfolgt die Einweihung des Starkenburg-Stadions (Rasen- und Hartplatz, Umkleidehaus) durch Bürgermeister Wilhelm Metzendorf. Zur Einweihung spielt eine Kreisauswahl gegen den Oberligisten SV 07 Waldhof Mannheim, der mit 3:2 Toren siegte. Gründung des Ältestenkuratoriums und 100er-Repräsentationsclubs unter Vorsitz von Karl Busch. Gleichzeitig wird Landtagspräsident Dr. Hans Wagner Präsident der Starkenburgia.

1968

Unter Vorsitz von Karl Busch wird das Satzungsrecht den neuen Zielsetzungen im aktiven Spielbetrieb auf Vorstandsebene erweitert.

1969

Am 27. Juni 1969 gründet sich die Soma II im Sickinger Hof (Moos), Darmstädter Straße; Gründer ist Willi Rösinger. Hermann Kohl wird 1. Vorsitzender und setzt den Aufwärtstrend im Spielbetrieb fort. Durch das Ältestenkuratorium wird Trainer Hans Heßler, Einhausen (ehem. Spieler bei Wormatia Worms), geehrt. Nach seinem Ausscheiden blieb er Berater der Starkenburgia mit Sitz im Ältestenkuratorium. Die Soma I erringt die Gruppenmeisterschaft in der Soma-Klasse Bergstraße-Ried und Vize Kreismeisterschaft.

1970

Erster Spatenstich für den Bau des Umkleidehauses im Starkenburg-Stadion. 70-jähriges Vereinsjubiläum, Schirmherr ist Erster Stadtrat Leo Wollbeck. Jubiläumswoche aus Anlass des 70-jährigen Bestehens (21. bis 24. Mai)

  • Auftakt zu den Festlichkeiten war der Festakt im Kurfürstensaal des Kurmainzer Amtshofes am 16. Mai 1970
  • Umfangreiches Sportprogramm
  • Jubiläumsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern im Starkenburg-Stadion
  • Festzelt am Starkenburg-Stadion mit kulturellen Veranstaltungen

1971

Installierung der Flutlichtanlage auf dem Sportplatz „Am Zentgericht“. Finanzierung: ein Drittel Starkenburgia und die restliche Summe teilten sich die Stadt Heppenheim, Land Hessen und die HEAG Darmstadt. Es konstituierte sich eine Sondermannschaft mit griechischen Spielern in Heppenheim; sie existierte nur ab der Verbandsrunde 1971 / 72 für kurze Zeit. Die Soma II erringt die Kreismeisterschaft in ihrer Gruppe im letzten Spiel durch einen 2:1 Sieg bei der SG Wald-Michelbach und wird Pokalsieger. Im Januar erscheint die erste Ausgabe der „Starkenburgia Post“, Mitteilungsblatt für die Vereinsmitglieder.

1972

Gründung des Förderkreises Heppenheimer Spitzensportler unter Vorsitz von Hans Jürgen Strauch (Odenwald Quelle). Erneut übernimmt Leonhard Trautmann das Training der aktiven Mannschaften und fungiert in dieser Position bis 1974. Nach einer Trainerfunktion beim SV Fürth (1969 – 1971) kehrt Walter Böse zur Starkenburgia zurück und trainiert die A-Jugend, mit der er 1972 / 1973 in die Bezirksleistungsklasse aufstieg. Der spätere Bundesliga- und Nationalspieler Jürgen Groh spielte seinerseits in der A-Jugend.

1973

Einweihung des Umkleidehauses im Starkenburg-Stadion (Wert ca. 300 000.- DM) mit Geld- und Sachspenden in etwa 4´000 Arbeitsstunden freiwilliger Helfer der Vereine gebaut – unter Verantwortung der Sportgemeinschaft Heppenheim (März 1973). Erringung der A-Klassen-Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksklasse mit Trainer Leonhard Trautmann durch einen 1:0 Sieg über die TG Jahn Trösel. Vier Minuten vor Spielende traf Werner Kneißl für die Starkenburgia. Adolf Hilkert wird A-Jugend-Trainer. Walter Böse geht als Co-Trainer unter Lothar Buchmann zum VfR Bürstadt in die 2. Bundesliga. Mit Adolf Hilkert gelingt der A-Jugend die Meisterschaft und der Aufstieg in die Verbandsleistungsklasse. Gegner u.a. Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach, SV Darmstadt 98.

1974

Leonhard Trautmann wird wiederum A-Jugend-Trainer. Die höchste hessische Spielklasse konnte leider nicht gehalten werden. Die aktiven Mannschaften trainiert fortan Walter Böse. Erringung der A-Jugendmeisterschaft und Aufstieg in die Landesleistungsklasse Hessen. Erstes Saisonspiel gegen Kickers Offenbach. Dieser Spielklasse gehörte die A-Jugend nur eine Saison an. Sarkenburgia-Frauen organisieren einen Weihnachtsbasar im „Hessischen Hof“. dieser Basar wird in den folgenden Jahren fortgesetzt. Jürgen Groh wechselt zum VfR Bürstadt und avanciert von dort über die Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern, Hamburger SV zum Nationalspieler.

1975

Wechsel des Vereinslokals vom „Rothe Franz“ zum „Hessischen Hof“, Heinrich Distel, Untere Gartenstraße 1. Von dort nach Fertigstellung zum Clubhaus „Am Zentgericht“ (1977) 23.Mai – 1. Juni 75-jähriges Jubiläum der Starkenburgia

  • Festkommers im Festzelt auf der Freilichtbühne
  • Rex Gildo Show, Modenschau und Weinprobe
  • Fußballturnier im Starkenburg-Stadion
  • Trainer Walter Böse tritt mit seiner Mannschaft im Jubiläumsspiel gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt (1:10)
  • Festschrift (4. Ausgabe von Karl Busch)

Friedel Richter wird 1. Vorsitzender (bis 1977). Die Schülermannschaft C 1 –Jugend, D 1 –Jugend und D II –Jugend stellen jeweils die Meister ihrer Klassen. Aufstieg der 1. Mannschaft in die Gruppenliga, die zweithöchste hessische Amateurklasse. Die Meisterschaft wurde im letzten Spiel durch einen Sieg mit 4:1 Toren bei der TG Ober-Roden vor 1000 Zuschauern, die Hälfte aus Heppenheim, errungen. Zu der Meistermannschaft gehörten, hervorgegangen aus der eigenen Jugend: Peter Dietl (Tor), Werner Kneißl, Jürgen Hörner, Reinhard Schmitt, Andreas Wagner, Gottfried Tomahogh und Spielführer Günter Groh. Die Reservemannschaft erringt die Gruppenmeisterschaft.

1976

Die A –Jugend und die B –Jugend erringen die Meisterschaft in der Bezirksleistungsklasse. Spielermütter organisieren den Weihnachtsbasar für die Jugendabteilung. Erweiterung des Clubhauses auf dem Sportplatz „Am Zentgericht“ Starkenburgia-Reserve wird Meister im ersten Gruppenliga-Jahr. Heinz Voßler und Georg Jäger – Gedächtnisturnier für Jugendmannschaften auf dem Sportplatz „Am Zentgericht“ (bis 1978).

1977

16. März 1977 das Clubhaus Zentgericht mit Gaststätte eingeweiht. In Eigenleistung wurden 60´000.- DM erbracht. Hermann Kohl wird erneut 1. Vorsitzender (bis 1981). Die Oberliga Zeit der Starkenburgia

hessenliga-1977

1978

Erringung der Gruppenliga-Meisterschaft und Aufstieg in die hessische Amateuroberliga (Hessenliga) mit Trainer Walter Böse. Ausbau des Sportplatzes „Am Zentgericht“ beginnt. Meisterschaft der A –Jugend in der Bezirksleistungsklasse. Spieler: Völker, Horschler, Leist, Schneider, Kabourek, Rhein, Wilke, Paladino, Augustin, Mischler, Hinterschuster, Vrba. Konstituierung des Repräsentationsclubs / 100er-Ausschuss zur Förderung des Sportplatzausbau „Am Zentgericht“, Vorsitzender Werner Schmitt. Die D –Jugend erringt die Meisterschaft in ihrer Gruppe. Als Trainer fungierten Karl Lotter und Günter Schmitt.