Fußball-Kreisoberligist FC Starkenburgia Heppenheim setzt auf die eigene Jugend. Talentierte Fußballer aus dem Nachwuchsbereich stoßen zum Seniorenkader.

Auch hält der FC an einer alten Tradition fest. Wie einstmals Harald Franck, Markus Röcker oder Udo Becker übernehmen mit Volkan Erdinc und Volkan Koc ehemalige Juniorentrainer das Amt an der Seitenlinie bei den Senioren. Anspruch und Wirklichkeit: Nach der Vorrunde mit nur zwölf Punkten hätte keiner geglaubt, dass der FC Starkenburgia doch noch das gesteckte Saisonziel erreicht. Bemerkswerte 29 Zähler spielten die Kreisstädter in der Rückserie ein. „Mit einem extremen Kraftakt haben wir dann doch noch unser Ziel erreicht“, sagt der FC-Spielausschussvorsitzende Jan Harder. Was war gut? In der Rückrunde zeigte der Verein das, was den FC Starkenburgia nach Ansicht Harders auszeichnet: „Zusammenhalt, Einsatz und Kampfbereitschaft stimmten. Jeder wusste auf einmal, um was es geht.“ Zupass kam dem Spiel der Kreisstädter, dass Routinier Nawid Harari (36) einige Einätze absolvierte. „Mit ihm gelang es uns, den Blick wieder auf das Wesentliche im Spiel zu fokussieren“, so Harder. Postiv war ferner, dass A-Junioren wie Lukas Kessler, Yannick Fändrich, Tim Gensel oder Leon Schubert Fuß fassten. Was geht besser? 59 Gegentore bei nur 55 erzielten Treffern weisen auf eine instabile Abwehr hin. „Da müssen wir den Hebel ansetzen“, fordert Jan Harder und unterstreicht: „Auch wenn unter dem Strich das Ziel erreicht wurde. So eine Saison wollen wir nicht mehr abliefern.“ Wer kommt? Mit Gerrit Geist gibt es einen Rückkehrer, der seine Qualitäten als Spielmacher in die Waagschale werfen soll. Auch Kaan Özkan, der bis zu den B-Junioren beim FC Starkenburgia kickte, hat den Weg zurück an seine alte Wirkungsstätte gefunden. Neben Yannick Fändrich und Lukas Kessler, die sich bereits für höhere Aufgaben empfohlen haben, kommt mit Torwart Stefan Knapp ein weiterer Mann aus den eigenen Reihen. Wer geht? Cumar Güngör als Ideengeber im offensiven Mittelfeld wird nur schwer zu ersetzen sein. Immerhin kommt mit Hakan Sarac ein Leistungsträger zurück, der in der vergangenen Saison aufgrund von Verletzungen kaum spielte. Was geht? Eine Platzierung zwischen Platz sechs und neun steht auf der Agenda des FC Starkenburgia. Vermessen, was das Saisonziel anbelangt, will Spielausschussvorsitzender Jan Harder nicht sein: „Wichtig für uns ist, dass wir eine saubere Rolle in der neuen Runde spielen.“ Die zweite Mannschaft: Mittlerweile im dritten Jahr geht die zweite Mannschaft in der D-Liga an den Start. „Nach den Plätzen neun und zehn wollen wir in der neuen Saison unter die ersten Zehn“, sagt Jan Harder. Vor allem aber will der FC Starkenburgia seinen jungen Spielern, die aus dem Juniorenbereich kommen, Perspektiven bieten.

Zugänge:  Gerrit Geist (Sportfreunde Heppenheim), Pascal Guthier (SV Kirschhausen), Philipp Mager (VfR Bürstadt), Kaan Özkan (SG Hemsbach/Sulzbach), Yannick Fändrich, Lukas Kessler, Stefan Knapp (alle eigene Jugend), Emin Köse (hatte pausiert).

Abgänge:  Felix Schwab (TSV Hambach), Cuma Güngör (SSV Reichenbach).

Kader:  Daniel Grünig, Lukas Luber, Yannick Fändrich, Kaan Akyar, Nils Wadowski, Askin Karlidag, Gerrit Geist, Johannes Schäfer, Emin Köse, Hakan Sarac, Pascal Guthier, Philipp Mager, Dennis Mischler, Lukas Kessler, Lukas Tremper, Andreas Mazzeo, Frank Löffler, Kaan Özkan, Philipp Graf, Niklas Wildenberg, Marc Bezouska, Fabian Fuhrmann, Stefan Knapp, Markus Engel, Umut Yildiz.

Trianer:  Volkan Erdinc und Volkan Koc (lösen Uwe Bertsch ab).

Ziel:  Platz sechs bis neun.

Favoriten:  VfL Birkenau, SG Einhausen, FV Hofheim).

Zweite Mannschaft (D-Liga)

Abgänge:  Rudy Leskona (Waldesruh Lampertheim), Sebastian Ensinger (TSV Hambach II), Merwan Arslan, Adrian Hayward (beide SV Kirschhausen II). Trainer: Dominik Banaschik und Badel Dass.

Ziel: Platz unter den ersten zehn.

Favoriten: SV Fürth, SG Einhausen.

 

 

·         DIE TRAINER

 

Volkan Erdinc (Bankkaufmann) und Volkan Koc (Maschinenführer) verkörpern Innovation beim FC Starkenburgia. Für die seitherigen Juniorentrainer (Baujahr 1982 und 1984) ist es die erste Trainerstation im Seniorenbereich. Der Verein setzt sein volles Vertrauen in das neue Trainerduo, das mit einem Teil der Mannschaft groß geworden ist.

Quelle   Echo online