Schwarz-gelber Ruhrpott-Zauber

 

82 Nachwuchskicker tummeln sich beim fünftägigen Feriencamp der BVB-Fußballschule auf dem Sportgelände des FC Starkenburgia.

Wer ist denn aktuell auf Tabellenplatz sechs“, lautete die allererste Frage des Trainers. „Bayern“, kommt es wie aus der Pistole geschossen aus 82 Kinderkehlen. Mit einer gehörigen Portion Schadenfreude. Denn sie alle sind Teilnehmer des ausverkauften Fußballferiencamps der Fußballschule Borussia Dortmund. Natürlich wussten sie bei der Begrüßung am Morgen auch lauthals zu vermelden, wer aktueller Spitzenreiter der Bundesliga ist. Bereits zum dritten Mal ist die BVB-Fußballschule zu Gast auf dem Sportgelände der Starkenburgia Heppenheim.

Um zu trainieren wie die Profis, wird auch aufgefahren wie bei den Großen. Original-Trikotsatz samt Stutzen und BVB-Turnbeutel und nummerierter Trinkflasche warteten am Auftakttag ordentlich platziert in den Kabinen. Ein Bulli voll Equipment ist samt sechs Trainern der BVB-Fußballschule in die Kreisstadt gereist. „Die Fußballschule ist eine Abteilung des BVB und hat 16 Angestellte“, informiert Organisationsleiterin Steffi Rohrbeck. 15 000 Kids nehmen pro Jahr an den Fußballcamps der Schwarz-Gelben teil. Der Breitensport soll gefördert werden und den Kindern Spaß am Spiel vermitteln.

Die Woche über sind die 82 Kicker, darunter zwei Mädchen, in fünf altersgerechte Gruppen aufgeteilt. Fünf Trainer plus Cheftrainerin Steffi Rohrbeck betreuen die Sechs- bis 13-Jährigen. Jeden Tag gibt es ein Schwerpunktthema. Mal Torschuss und Kopfball, mal Dribbling, Finten oder Passen. Das Jubeln wie die Großen beherrschen die Kleinen längst. An diesem Freitag, dem letzten Feriencamptag, dreht sich alles um Ballannahme und -mitnahme. Dann gibt es ein Abschlussturnier. Jeden Tag wird gemeinsam Mittag gegessen. Kindgerecht, aber auch gesund. Wie die Profis eben. Auch über die Ernährung wird gesprochen. Was Marco Reus so frühstückt zum Beispiel. Da schmeckt das gesunde ballaststoffreiche Frühstück daheim vermutlich doch gar nicht so schlecht.

Unter den diesjährigen Teilnehmern sind etliche Wiederholungstäter. Fußballferien-camps gibt es mittlerweile viele. „Wir aus der BVB-Fußballschule möchten jedem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern und etwas Einzigartiges bieten“, liegt es Rohrbeck am Herzen. Blickt man in die Gesichter der zahlreichen Götzes, Reus und Co. sieht man sofort, dass es dem Team gelingt. Die Marke BVB kommt in Heppenheim an. Und nicht nur dort. Die Fußballschule hat mittlerweile auch drei Standorte in Asien und war vor Kurzem vier Wochen in Amerika unterwegs. Mit über 1000 teilnehmenden Kindern. Und schließt nicht aus, auch im nächsten Jahr wieder nach Heppenheim zu kommen.

Neben den beiden täglichen Trainingseinheiten, dem gemeinsamen Mittagessen und Obstpause standen auch Halbzeitaktionen auf dem Programm. Zudem winkten für jeden Teilnehmer eine Medaille und Urkunde.

 Quelle  Echo online