Werner Schmitt, Jugendleiter des FC Starkenburgia Heppenheim, sowie die Turnierleiter Günter Fröhlich und Timo Schmitt konnten wieder einmal hochzufrieden sein:

Zum 24. Curacon-Cup der E-Jugend waren selbst aus Halle, Leipzig, Wuppertal und Luxemburg Mannschaften angereist. Insgesamt 20 Teams hatten gemeldet, wovon 19 schließlich gekommen waren. Der Traditionsverein SSV Ulm 1846 habe wegen Kommunikationsschwierigkeiten den Termin versäumt, erklärte Schmitt.

60 Helfer aus der Elternschaft

Vor dem ersten Anpfiff läuft jede Mannschaft einzeln ein. Sie wurden von Michael Stahl, Geschäftsführer des Titelsponsors, und Werner Schmitt begrüßt. Letzterer bedankte sich bei der Gelegenheit bei den knapp 60 Helfern aus der Elternschaft. Ziel sei es, den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich mit dem Nachwuchs aus größeren Vereinen zu messen. Der Curacon-Cup ist das größte Turnier am Galgen, die Traditionsvereine kämen wegen der familiären Atmosphäre gern.

Begeistert zeigte sich etwa der Frankfurter Surjit Singh Randhawa von der Landschaft. Der Platz am Zentgericht (auch Galgen genannt) liegt eingebettet in den Weinbergen. Als Taxifahrer käme er öfter an die Bergstraße: „Das ist der schönste Fußballplatz, den ich bisher gesehen habe“. Sein Sohn Gurnoor Singh, Torwart der SG Rosenhöhe, hatte weniger Begeisterung für die Landschaft übrig, spielte lieber mit seinem Fußball.

Während die etwa 200 Nachwuchsspieler kickten, waren Vereinswirt Karlheinz Ripperger und Spielervater Andreas Storz mit der Zubereitung des Essens beschäftigt. Obwohl Dennis Storz mittlerweile schon 18 ist, hilft sein Vater jedes Jahr dabei, die Bolognesesoße in vier Variationen vorzubereiten. Zutaten: zehn Kilo Hackfleisch, 30 Dosen Tomaten, 15 Kilo Spaghetti.

Bereits im August beginnt Schmitt wieder, den Kontakt zu den Vereinen aufzunehmen. Rechtzeitige Planung sei wichtig, so Schmitt, der auch auf den finanziellen Aspekt verweist: „Mittlerweile wollen auch die großen Vereine ihre Fahrtkosten erstattet haben.“ Dies sei selbst mit einem Sponsor nicht mehr machbar.

Sportlich setzten die Vereine mit den großen Namen die Akzente: Das Finale gewann der 1. FC Saarbrücken mit 4:1 gegen den SV Sandhausen. Auf dem dritten Rang landete der Wuppertaler SV dank des 4:3 im Achtmeterschießen über Kuckers Offenbach. Im Viertelfinale schieden die Luxemburger von UN Kjäerjeng, der Hallesche FC, Rosenhöhe Offenbach und der FSV Waiblingen aus.

Und Gastgeber FC Starkenburgia? Wie in jedem Jahr gaben die Heppenheimer alles. Die zweite Auswahl erreichte das Achtelfinale als Gruppenvierter; die einzigen Tore gab es beim kampflosen 3:0-Sieg über die nicht angetretenen Ulmer. Im Achtelfinale war der FSV Waiblingen aber eine Nummer zu groß – 0:8.

Starkenburgia I feierte in der Vorrunde gar einen Dreier auf dem gepflegten Kunstrasen (1:0 über den FV Löchgau), schied aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses aus.

 

Quelle  Echo Online