Klaus Martin beerbt Klaus-Dieter Heß als Starkenburgia-Chef

Reibungslose Stabübergabe beim ältesten Heppenheimer Fußballverein.

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Erstmals in der Vereinsgeschichte gibt es im Nachwuchsbereich Kooperationen mit Nachbarklubs.

Beim FC Starkenburgia Heppenheim ist eine Ära zuende gegangen: Klaus-Dieter Heß hat nach 20 Jahren den Vorsitz des ältesten reinen Fußballvereins Südhessens abgegeben. Überraschend kam dieser Schritt nicht; der 74 Jahre alte Heppenheimer hatte seinen Rückzug bereits vor einem Jahr angekündigt. So ganz ließen die Starkenburgianer ihn aber nicht gehen. Heß wurde einstimmig zum Präsidenten ernannt. Dieses vornehmlich repräsentative Amt war bei der Starkenburgia seit Jahren unbesetzt.

Dass die Verantwortlichen des 480 Mitglieder zählenden Traditionsclubs auf Stühlerücken im Vorstand vorbereitet waren, zeigte sich bei den Wahlen. Keine Viertelstunde dauerte es, bis alle 13 Posten besetzt waren. Nachfolger Heß’ als Vorsitzender ist Klaus Martin, bislang einer von zwei Stellvertretern. Das Votum der knapp 40 Mitglieder fiel einstimmig aus, ebenso wie bei den übrigen Abstimmungen (siehe Infobox). Dass die Jugend jetzt nach gut 30 Jahren nicht mehr von Werner Schmitt geführt wird, dürfte für Außenstehende überraschend kommen. Der Sechsundfünfzigjährige ist nun Zweiter Vorsitzender Verwaltung; die Jugendleitung übernimmt Mehmet Karaman. Der C-Jugend-Trainer wird von Franz Burelbach und Tim Rittersberger unterstützt. Auch Schmitt wird sich weiter einbringen, so bei der Organisation der Nachwuchsturniere. Werner Schmitt hinterlässt ein gut bestelltes Feld. Zehn Jugendmannschaften hat die Starkenburgia für die Spielzeit 2019/20 gemeldet, zehn kickten auch schon in der vergangenen Runde. „Das ist sehr gut für einen Verein, der weder an einer Spielgemeinschaft noch einem Förderverein beteiligt ist“, so Schmitt, der aber weiß, dass die Konkurrenz nicht schläft: „Der FC 07 Bensheim und der JFV Alsbach-Auerbach sind momentan das Maß aller Dinge an der Bergstraße.“

Auch die Starkenburgia spürt, dass bei der Jugend der Fußball unter den Freizeitvergnügen nicht mehr die erste Geige spielt. Erstmals in der Vereinsgeschichte gibt es Kooperationen mit Nachbarvereinen bei A-Jugend (FC Sportfreunde) und D-Jugend (TSV Hambach). Jeweils acht, neun Kicker treten mit dem so genannten Zweitspielrecht im Trikot des FC Starkenburgia an.

Von der kontinuierlichen Nachwuchsarbeit profitieren die Senioren, wenn es auch in der vergangenen Runde bei der Reserve klemmte. Nach drei Nichtantritten war für sie früh Feierabend in der D-Liga. Aber die Heppenheimer versuchen es erneut, haben wieder eine zweite Mannschaft gemeldet. Trainer Tim Maurer sucht aktuell dringend einen Torhüter.

 Auf der Suche sind auch die Starkenburgia-Frauen. Zum einen nach einem Übungsleiter – das Trainerduo Florian Fäustle/Selina Fuchs hat sich nach dem gelungenen Verbandsliga-Klassenerhalt verabschiedet –, zum anderen nach jungen Fußballerinnen.n Denn ab dem zweiten Jahr Verbandsliga müssen die Heppenheimerinnen eine Mädchenmannschaft melden, sonst droht ein Punktabzug. Die angedachte Kooperation mit der SG Einhausen ist auf einem guten Weg, aber noch nicht in trockenen Tüchern. „Es ist eine Herausforderung, das auf die Beine zu stellen“, weiß Spielausschussvorsitzender Jan Harder.
 

DER STARKENBURGIA-VORSTAND

Neu im Amt sind Vorsitzender Klaus Martin (für Klaus-Dieter Heß). Zweiter Vorsitzender Verwaltung Werner Schmitt (für Klaus Martin), Zweiter Vorsitzender Sport Michael Calvo (für Rolf König); Schriftführer Frank Löffler (für Michael Calvo); Jugendleiter Mehmet Karaman (für Werner Schmitt).Im Amt bestätigt wurden Rechner Harry Hilkert, Geschäftsführer Jürgen Guthier, Spielausschussvorsitzender Jan Harder, Pressewart Otmar Münch sowie die Beisitzer Ronja Dambier, Klaus Rittersberger und Norbert Schamber. Als Sachwalter inthronisiert ist Rolf König.

 

Ehrungen

70 Jahre Mitglied: Philipp Dambier. 60 Jahre: Gerhard Schmitt, Friedrich Seib. 50 Jahre: Harry Hilkert, Karl Wollenburg, Willi Gremm. 25 Jahre: Frank Löffler, Walter Lampert, Jürgen Banaschik, Christopher Bee, Selina Dambier, Marc Schöneberg, Daniel Schäfer.

 

Quelle  Echo Online