Eigentlich bereitet Klaus-Dieter Heß seit Jahren seine Auswechslung vor.

Schließlich hat der 72-Jährige die Spielmacherrolle beim FC Starkenburgia Heppenheim lange genug ausgeübt. Doch so schnell lassen die Starkenburgianer ihren erfahrenen Mannschaftskapitän nicht vom Platz – Heß wurde bei der Hauptversammlung des Klubs einstimmig im Amt bestätigt. Die erneute Wahl zum Vorsitzenden für die nächsten zwei Jahre solle aber definitiv seine letzte werden, sagt Heß, der den Verein seit dem Jahr 2000 führt. Zuvor war er stellvertretender Vorsitzender und Spielausschussvorsitzender. Heß kann sich auf eine eingespielte Mannschaft verlassen. Stellvertretende Vorsitzende bleiben Klaus Martin (Verwaltung) und Rolf König (Sport), Rechner ist Harry Hilkert, Geschäftsführer Jürgen Guthier, Schriftführer Michael Calvo, Spielausschussvorsitzender Jan Harder, Jugendleiter Werner Schmitt. Die Vakanz beim Amt des Pressewartes beendet Otmar Münch, das Beisitzer-Trio besteht aus Ronja Dambier, Klaus Rittersberger und Norbert Schamber.Während die Führungsriege des FC Starkenburgia komplett besetzt ist, mangelt es an anderer Stelle an Personal. So sucht Jugendleiter Werner Schmitt für zwei der elf Nachwuchsmannschaften in der Spielzeit 2017/18 Trainer, Klaus Martin würde sich bei den halbjährlichen Säuberungsaktionen rund um das Zentgericht ebenfalls über mehr Helfer freuen. „Manche Eltern verstehen das Wort Verein nicht. Wenn man sie anspricht, etwas zu tun, heißt es: ‚Wir zahlen doch Mitgliedsbeitrag‘“, sagt Schmitt, der aber froh ist, über einen „guten Stamm von Helfern“ zu verfügen. Der FC Starkenburgia ist ein reiner Fußballverein. So nahmen die sportlichen Bilanzen während der eineinhalbstündigen Versammlung im Klubheim breiten Raum ein. Tenor: Zufriedenheit überwiegt. Jan Harder gab einen detaillierten Überblick über die Leistungen der Frauenmannschaft (als Aufsteiger Dritter der Gruppenliga), der ersten Mannschaft (drittbeste Rückrundenelf der Kreisoberliga) und der Reserve (vom Spitzenreiter im D-Liga-Kellerkind). Günter Groh berichtete für die Alten Herren von einem mäßigen Spieljahr 2016 und einem besseren 2017, was auch an neuen Kräften wie Matthias Salewski, Markus Röcker und Nawid Hariri liege. Jugendwart Werner Schmitt bilanzierte zwar keine Titelgewinne, aber erfolgreiche Nachwuchsturniere und sprach Probleme an: „So viele Spieler, die in diesem Jahr aufgehört haben, hat es noch nie gegeben.“ Zwei-, dreimal Training die Woche sei vielen jungen Kickern schon zuviel. Aber das, weiß Schmitt, sei nicht nur ein Problem beim FC Starkenburgia. Als langjährige Mitglieder (25 Jahre) wurden Jens Hantsche, Stephan Riedmüller und Matthias Salewski geehrt.

Quelle  Echo online