Nach der 0:5-Pleite in Wald-Michelbach treten Volkan Erdinc und Volkan Koc zurück

 

Volkan Erdinc und Volkan Koc sind nicht mehr Trainer des Kreisoberligisten FC Starkenburgia Heppenheim. Das Übungsleiterduo zog nach der 0:5-Niederlage am Mittwoch bei der SG Wald-Michelbach, es war die fünfte Pleite in Folge, die Reißleine. Erdinc und Koc bildeten eineinhalb Jahre das Trainergespann der Kreisstädter und legten mit dem sechsten Rang in der vergangenen Saison die beste Platzierung seit sieben Jahren hin.

„Das 0:5 in Wald-Michelbach hat die Entscheidung wohl befeuert“, glaubt Starkenburgias Spielausschussvorsitzender Jan Harder, der nun als Interimslösung bis auf Weiteres selbst auf dem Platz stehen und die Mannschaft betreuen wird. Harder bedauert den Entschluss von Erdinc und Koc, attestiert den beiden trotz der jüngsten Niederlagenserie eine gute Arbeit.

Volkan Erdinc betont, dass er und sein Trainerkollege nicht im Groll geschieden sind: „Wir haben in unserer Zeit dem Verein viel gegeben und viel zurückbekommen.“ Erdinc betont aber auch: „Zuletzt hatten wir beide das Gefühl, dass wir die Mannschaft nicht mehr erreichen und voranbringen können.“ Vier Punkte aus neun Spielen, so Erdinc, seien einfach zu wenig gewesen.

Erdinc ist sich aber auch sicher, dass die junge Mannschaft nach dem Umbruch im Sommer ihren Weg gehen wird: „Die Mannschaft braucht einfach ein anderes Gesicht und eine andere Farbe. Dann geht es auch wieder aufwärts.“

Im Doppelpack wollen die B-Lizenz-Inhaber weiterarbeiten: „Neue Angebote, falls denn welche kommen, werden wir uns anhören.“ Das Duo kam 2014 nach Heppenheim, trainierte erst die B- und dann die neu entstandene A-Jugend, die sie gleich im ersten Jahr als Kreismeister zurück in die Gruppenliga führten. Als sich Anfang 2017 die Trennung von Uwe Bertsch abzeichnete, bot sich die Option Erdinc/Koc an – zumal auch am Ende dieser Runde einige Jugendliche in den Seniorenkader aufrückten.

Erdinc war vor seiner Starkenburgia-Zeit bei TSV Viernheim, TSG Hoffenheim, Waldhof Mannheim, SV 98 Schwetzingen, Amicitia Viernheim, SV Unter-Flockenbach und SG Riedrode am Ball, in der Vita von Koc stehen SG und Amicitia Viernheim, SG Hemsbach, Anatolia Birkenau und SG Riedrode.

Unterdessen wird der FC Starkenburgia die Suche nach einem Nachfolger aufnehmen. Jan Harder betont aber: „Jetzt muss erstmal wieder Ruhe einkehren. Überstürzen werden wir nichts.“

Am Sonntag, im Spiel beim SV Fürth, wird Harder an der Seitenlinie stehen. Philipp Konrad, Sportlicher Leiter bei den Odenwäldern, will den Gegner gerade wegen der Demission der Trainer nicht unterschätzen: „Das gereicht uns nicht zum Vorteil. Ein neuer Mann auf der Kommandobrücke sorgt immer für einen Aha-Effekt. Heppenheim wird alle Kräfte mobilisieren. Die wissen, dass auch wir zweimal in Folge verloren haben.“

Quelle FuPa